Review: Tentacle Wars HD

Ein Echtzeit-Strategiespiel unter dem Mikroskop…

Gameplay

Mit Tentacle Wars HD bringt FDG Entertainment eine Portierung eines erfolgreichen Flash-Spiels in den AppStore. Ihr befindet euch im Körper eines kleinen Aliens und übernehmt die Rolle von Antikörperchen, die sich gegen feindliche Zellen zur Wehr setzen und so das Leben des Alien retten.

Zum Erlernen der Grundlagen gibt es ein ausführliches Tutorial, was zwar Englisch (sehr angenehm) gesprochen ist, aber über deutsche Untertitel verfügt.

Das Gameplay ist recht auf den ersten Blick einfach, kann aber schnell komplex werden. Als grüne Antikörperzelle muss man neutrale Zellen übernehmen und die feindlichen Zellen ausrotten. Jede besetzte Zelle hat einen Energiewert. Wenn man eine Zelle angreift, sendet die Mutterzelle eine Art Fangarm aus, der pro Armteil der Mutterzelle Energie raubt – hier sollte man also keine besonders lange Distanzen überwinden. Je nach dem wo man den die Verbindung zwischen den Zellen trennt, werden die Energieteile darin aufgeteilt. Hat man an eine schwächere feindliche Zelle angedockt, entzieht man ihr Energie, um sie dann am Ende zu übernehmen.

Bei der Spielmechanik von Tentacle Wars geht es um die Vernetzung, man baut sich ein Netzwerk auf, bringt die stärksten Zellen in Sicherheit und lässt diese die schwachen Zellen stärken. Eigentlich ist das Gameplay eine schöne Metapher auf unsere sozialen Interaktionen, doch genug Küchentisch-Philosophie.

Der Einzelspielermodus umfasst 40 Level, unterteilt in (derzeit) 2 Kapitel. Im Spiel ist bereits ein weiteres Kapitel angedeutet, welches wahrscheinlich mit dem nächsten Update kommt. 40 Level sind recht schnell durchgespielt, ich denke man kann ~2 Stunden rechnen.

Im Multiplayermodus kann man über das Gamecenter gegen Freunde oder per Automatch-Funktion gegen anderen Spieler online kämpfen. In der Lobby wählt man seine Zellfarbe und eine der 5 Arenen – schon kann es losgehen. Im Hauptmenü findet sich noch eine Statistik für die gespielten Multiplayer-Partien. Vor allem hier spielt Tentacle Wars seine Vorteile aus, der Multiplayermodus macht richtig Laune und bietet so auch für lange Zeit Spielspaß!

 

Grafik / Präsentation

Die Grafik des Spiels ist eher minimalistisch gehalten und nimmt sich sehr zurück, oder anders gesagt: Tentacle Wars sieht ziemlich unspektakulär aus, Effekte sucht man hier vergebens. Im dunklen Hintergrund schwimmen (unscharf angedeutet) Zellen und Organismen in einer organischen Ursuppe herum. Sieht aus, wie unter dem Mikroskop. Zusammen mit dem Sound, bringt aber genau das eine ziemlich  schöne Atmosphäre zu Stande.

 

Sound

Die Musik ist entspannt und spart mit Details, meistens hört man flächige Synthies. Der im Intro eingeblendete Hinweis für das Benutzen von Kopfhörern sollte umgesetzt werden, erst dann könnt ihr so richtig in den Mikroorganismus abtauchen. Die Soundeffekte sind gut und machen zeitweise an hektischen Stellen noch mehr Druck.

 

Fazit

Die Verbindung aus Grafik und Sound machen aus dem Spiel ein schönes, wenn auch düsteres Spielerlebniss. Die Einzelspielermissionen werden euch an die 3 Stunden unterhalten, weitere Missionen sollen bald per Update nachgereicht werden. Doch vor allem der Multiplayer-Modus ist bei dem Spiel ein wichtiges Standbein, denn hier kann man sich mit echten Gegnern messen – wenn es nur mehr Multiplayer-Karten gäbe… [update] Dank Zufallsgenerator kann man aber hier genügend generieren! Tentacle Wars HD sieht grafisch recht einfach aus, der Spielfokus liegt klar auf der Spielmechanik – Strategen werden ihre helle Freude haben.

+ ein Fest für Strategen
+ intuitive und präzise Steuerung
+ Multiplayer-Modus
+ schöne Atmosphäre
+ Zufallsgenerator für Level
+ keine InAppKäufe
+ deutsch
+ guter Sound
– wenig Multiplayer-Arenen
w5
Tentacle Wars (AppStore Link) Tentacle Wars
Hersteller: FDG Mobile Games GbR
Freigabe: 9+4.5
Preis: 0,99 € DOWNLOAD
Tentacle Wars HD (AppStore Link) Tentacle Wars HD
Hersteller: FDG Mobile Games GbR
Freigabe: 9+4.5
Preis: 1,99 € DOWNLOAD

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.