Little Inferno Review

Little Inferno – Das heißeste Spiel des AppStores!

Winterzeit. Es wird kalt und dunkel draußen... Die perfekte Zeit gemütlich den Kamin anzuzünden und ein paar Altbatterien oder den Fernseher zu verfeuern! Die drei Jungs der Tomorrow Corporation waren schon für Hits wie World of Goo verantwortlich und diese Handschrift merkt man auch dem aktuellen Werk Little Inferno an! Ist es ein…

Little Inferno

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
100

Winterzeit. Es wird kalt und dunkel draußen… Die perfekte Zeit gemütlich den Kamin anzuzünden und ein paar Altbatterien oder den Fernseher zu verfeuern! Die drei Jungs der Tomorrow Corporation waren schon für Hits wie World of Goo verantwortlich und diese Handschrift merkt man auch dem aktuellen Werk Little Inferno an! Ist es ein Spiel? Ist es einfach nur verrückt? Hier der ausführliche Test, der übrigens komplett feuerfest ist!

 

Gameplay

Bei Little Inferno müsst ihr Gegenstände verbrennen. Es gibt keine Punkte. Es gibt keinen Zeitdruck. Es gibt keine InAppKäufe. Aber es gibt Spielspaß! Das klingt alles bisher ziemlich verwirrdend, doch ich will aufklären. Auf den ersten Blick sieht das Spiel ziemlich unspektakulär aus. Auf Grund des Trailers hätte ich mir das Spiel fast nicht zugelegt und wäre so um viele Stunden hervorragender Unterhaltung gekommen.

Little Inferno iOS
Die hat bestimmt Paganini gespielt! Egal, rinn ins Feuer!

Als Hauptbildschirm sieht man einen Kamin, in dem man Dinge verbrennen kann. Weil irgendwann alles Hab und Gut in Flammen aufgegangen ist, benötigt man Nachschub. Was wäre logischer und dekandenter, als neues Brennmaterial einfach aus einem Katalog zu ordern? Zum Glück werfen verbrannte Dinge auch wieder Geld ab, die euch neue Bestellungen ermöglichen. Übrigens: Meist wirft ein Gegenstand mehr Geld ab, als er kostet. Verarmen werdet ihr bei diesem Spiel nicht. Insgesamt stehen euch 7 bunte Kataloge mit je 20 Gegenständen, die abwechslungsreicher nicht sein können – von normalen Haushaltsgegenständen bis zu gefährlichen Dinge, die man schon aus Spaß an der Freude gern einmal virtuell verbrennen will. Hat man etwas im Katalog bestellt, gibt es eine Lieferzeit, bevor die Bestellung da ist – zwischen 5 Sekunden und 2 Minuten. Abkürzen kann man den Vorgang mit einer Schnell-Lieferung, wofür man besondere Briefmarken einsetzen kann, die man auch im Feuer ‚verdient‘.

Ein paar Beispiele für Katalog-Inhalte gefällig? Bester Freund Ersatz Pillen! (International verboten, hier aber total sicher) Kätzchen Poo Poo Stofftier (Füllt Dein Herz mit Liebe und dein Haus mit Fell) Lautsprecher (Echte Männer benutzen nur den Subwoofer!) oder Holzfäller Hand (Geschnitzt mit der Axt, die die echte abtrennte!) Ihr merkt schon, wie schick allein die Beschreibungen sind. Dabei wäre es schon unterhaltsam zuzusehen, wie unterschiedlich und einfallsreich die einzelnen Gegenstände verbrennen: Der Maiskolben füllt den Kamin kurzzeitig mit Popcorn, Käfer färben die Flammen, das Retro-Telespiel verwandelt alles in Pixelgrafik oder der Feuermelder löst die Sprinkleranlage aus. Hier brennen die Entwickler ein wahres Ideen-Feuerwerk ab!

Doch nicht nur reines Verbrennen steht auf der Tagesordnung. Spätestens den zweiten Katalog müsst ihr euch errätseln, in dem ihr eine bestimmte Anzahl an Kombos verbrennt. Die Vorgaben sind meist zusammengesetzte Substantive, die der Hinweis für die Zutaten sind. Beispiel? Für die Kombo ‚Frühlingserwachen‘ muss man Blumendünger und den Wecker zusammen abfackeln. Für die Kombo ‚Tödlicher Fisch‘ übergibt man Sushi und den Kugelfisch den Flammen. Also fast schon ein Rätsel-Logik-Wortspiel, dass eure grauen Zellen auf Trab halten wird. Das alles zusammen sorgt für gute Unterhaltung und Motivation, auch den nächsten Katalog zu erspielen und die nächste Kombo zu erraten.

 

Grafik / Präsentation

Spätestens beim Artwork erkennt man die Handschrift der World of Goo Macher. Die einzelnen Charaktere und Gegenstände sind sympathisch mit einem steten Hang zur Abgedrehtheit. Die Grafik ist auch von der handwerklich Seite sehenswert, vor allem die Feuereffekte und die zu Ruß zerfallenden Gegenstände sehen realistisch aus. Damit der Kamin bei euch ordentlich zieht, solltet ihr aber mindestens ein iPad der zweiten Generation besitzen, eine iPhone- oder iPod-Version gibt es leider nicht.

Hier ein heißes Gameplay-Video, bei dem ich euch einiges verheize!

Sound

Während man besinnlich auf die Flammen im Kamin schaut, hört man nur den Wind des Schornsteins und das wohlige Knistern des Feuers, während man ein paar Puppen oder Ölkanister den Flammen übergibt. Bestellt man etwas im Katalog ertönt eine fröhliche Kaufhaus-Musik, die auch aus den 70ern sein könnte und auf ihre Art wunderbar zum Artwork passt. Einstellungen für den Sound sucht man vergebens, hier regelt man die Lautstärke über die Geräte-Taster.

 

Ich bin Feuer und Flamme für dieses Spiel! So etwas unterhaltsames wie Little Inferno habe ich lange nicht gespielt! Die Heranführung an das Spielprinzip und die Funktionen wurde so gekonnt dosiert, dass man immer neugierig bleibt. Dabei ist schnell eine Stunde Spielzeit durch den Kamin. Die Items aus den Katalogen sind abwechslungsreich und reizen ständig den Ursinstinkt: Feuer! und die Frage: Was passiert, wenn ich DAS ins Feuer werfe? Die später aufkommende Rätsel- und Wortspiel-Komponente bietet Langzeit-Motivation und der tolle Humor rundet das Spiel ab. Und das alles ohne InAppKäufe. Besser geht es nicht! Ein Meisterwerk!

Little Inferno HD
Little Inferno HD
Preis: 5,49 €
+ tolle Grafik / Effekte
+ interessante Nebenstory
+ verrückte Items / Texte
+ drei Speicherstände
+ Kombos für Rätselspaß
+ motivierend bis süchtigmachend
+ komplett deutsch
+ keine InAppKäufe
+ leichte Bedienung
+ toller Sound
+ deutsch
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– teilweise längere Liefer-Wartezeiten

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!