Fury of the Gods – Die Götter müssen verrückt sein

Chillingo und Spectral Games lassen euch in diesem antiken TowerDefense-Spiel wieder einmal in die Rolle von Göttern schlüpfen, allerdings sind die Menschen euch nicht untertänig wie ihr es gern hättet, sondern über euer Treiben verärgert. Sie wollen euch an die Wäsche, respektive den an Glaubenstempel. Oh mein Gott.

Gameplay

Das Spiel ist in der antiken Mythologie Griechenlands angesiedelt: Dort könnt ihr die Rolle von Göttervater Zeus und später auch von Hades oder Meeresgott Poseidon einnehmen.

fury of the godsDas Grundprinzip des TowerDefense-Spieles ist bekannt: Es versuchen die verärgerten Menschen den Hügel mit dem Tempel zu stürmen und ihn niederzureißen. Die Besonderheit: Neben den üblichen Türmen, die automatisch euer Heiligtum verteidigen, könnt und müsst ihr auch selbst Hand anlegen und die Angreifer per Touch drangsalieren und zerdrücken.

Das macht viel Spaß, doch schnell kommt man dabei ins Schwitzen: Der Schwierigkeitsgrad wird schnell recht hoch und verlangt eine gute Koordinierungsgabe vom Spieler. Erschwerend kommt hinzu, dass man nie das komplette Spielfeld sieht, sondern immer am Drehen ist.

Für jeden der drei Götter gibt es 10 Level, in denen immer stärkere Menschen versuchen den Tempel zu zerstören. Danach schaltet man einen Endlos-Modus zur Highscore-Jagd frei. Als Gott haltet natürlich gegen die schwächlichen Sterblichen und jagt ihnen Naturkatastrophen wie Blitz, Donner, Sturm und Hagel auf den Hals. Wenn das noch nicht reicht, habt ihr auch noch fiese Kreaturen in petto – die könnt ihr durch besiegte Menschen kaufen und platzieren, welche automatisch die Zugangswege zum Tempel verteidigen.

Jede der Möglichkeiten wie Naturgewalten, Kreaturen oder die Stärke eures Tempels kann noch verbessert werden. Wem das erspielte Geld zu langsam in die Kasse fließt, kann optional mit echtem Geld per InAppKauf nachlegen. Diese Möglichkeit wurde aber erfreulich neutral integriert und nervt nicht.

Das Spiel ist leider komplett in Englisch, setzt aber viel auf Bilder und ist somit auch ohne Sprachkenntnisse verständlich.

Grafik / Präsentation

Auch wenn es nur drei Schauplätze gibt, sind diese detailliert gestaltet und sehen dank Unreal Engine eindrucksvoll aus – daher wurde auch mit Effekten nicht gespart. Mit der gewohnten Geste lässt es sich stufenlos zoomen und so auch auf kleinen Display alles bequem im Blick behalten.

Anbei ein paar Minuten Gameplay mit einem späteren Level als Zeus…

Sound

Der Sound ist dem Thema ebenbürtig und bietet epochalen Orchester-Sound mit schönen Chor-Samples und treibender Percussion. Das macht Stimmung. Auch die Soundeffekte für angreifende Gegnerwellen oder Naturgewwalten klingen oft richtig groß und bedrohlich. In den Optionen kann man beides getrennt voneinander deaktivieren.

Fazit

Tobi meint:

Chillingo gelingt hier ein solides TowerDefense Spiel, bei dem man zur Abwechslung auch mal selbst mitmischen muss. Das Thema ist recht unverbraucht, dass Gameplay selbst ist nicht sehr innovativ. Besonders die Grafik mit Unreal Engine und die verschiedenen Naturgewalten sind einfallsreich und lassen Schadenfreude aufkommen. Der Schwierigkeitsgrad treibt aber eher Schweißperlen auf die Spielerstirn und lässt die wenigen Level ziemlich lang erscheinen. Ein gutes Spiel für Taktiker mit Hang zu Reaktionsspielen.

+ gute Grafik
+ verschiedene PowerUps / Naturgewalten
+ man kann selbst eingreifen
+ einfache Steuerung
+ epischer Soundtrack
+ Universal-App
– englisch
– wenig Level
Fury of the Gods (AppStore Link) Fury of the Gods
Hersteller: Spectral Games S.A.
Freigabe: 12+
Preis: Gratis DOWNLOAD
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Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.