Review: Drei – Abgedrehter Physik-Puzzler oder Gesamtkunstwerk?


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Der Physikpuzzler Drei des Schweizer Entwickler Etter ist von Anfang an anders. Nachdem man erfahren hat wer beziehungsweise was man eigentlich ist (ein zufallsgeneriertes und abstrakt wirkendes Flug-Wesen) kann das Spiel beginnen. Ohne jegliche Anleitung wird man ins Spiel geworfen und so die Neugier und der Spieltrieb herausgefordert - durch…

Drei

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
100

Der Physikpuzzler Drei des Schweizer Entwickler Etter ist von Anfang an anders. Nachdem man erfahren hat wer beziehungsweise was man eigentlich ist (ein zufallsgeneriertes und abstrakt wirkendes Flug-Wesen) kann das Spiel beginnen. Ohne jegliche Anleitung wird man ins Spiel geworfen und so die Neugier und der Spieltrieb herausgefordert – durch einen guten Aufbau der Level lernt man schnell die Grundlagen ohne Worte und darf sich schon bald über knackige Rätsel freuen.

Die Aufgabe: In einem neutralen Raum baut man einfache geometrische Formen bis an einen Zielpunkt, der mit der Zeit immer schwerer zu erreichen ist. Die einzelnen Formen verbindet man durch ein virtuelles Seil mit dem Spiel-Charakter und hebt sie so an. Dies macht er wie ein fliegender Kran – mit einem Wisch über den Bildschirm könnt ihr ihn und das Bauteil lenken.

Spätestens wenn Dreiecke und Kugeln hinzukommen, wird das Turmbauen deutlich schwerer: In einem Level habt ihr nur Kugeln, die immer wieder wegrollen. In einem anderen Level gibt es auf dem Boden eine Fläche bei dessen Kontakt ein Block in die Luft hüpft oder ihr habt Blöcke, die leicht zerbrechlich sind und und und…. Es ist für reichlich Abwechslung gesorgt und dank der guten Physik-Engine verhalten sie die Blöcke auch physikalisch korrekt und fallen auch mal um, wenn ein von euch gebauter Turm angestoßen wird.

Das ganze Spiel wird noch einen ganzen Tick kniffliger und vor allem spaßiger, wenn ihr ein Level mit echten Online-Mitspielern angeht – die zufällig ins Spiel integriert werden. Einige Level erfordern sogar mehrere Mitstreiter. Hier könnt ihr zusammen versuchen Formen zu stapeln und euch zu helfen. Dabei sind die Kommunikationsmittel aber begrenzt, lediglich Worte wie “ Moin“ „Hilfe“ „Loslassen“ oder „Tschüss“ stehen euch anfangs zur Verfügung, werden aber im Spielverlauf immer mehr. Mit den 48 Leveln ist für Abwechslung gesorgt, trotzdem könnten es noch ein paar mehr sein. Dank Online-Komponente spielen sich viele Level immer anders, das motiviert zum wiederholten Spielen.

Grafisch ist bei Drei nicht viel zu erwarten, ist es doch ein extrem reduziertes Spiel. Ohne Frage sieht es bei dem was es bietet gut aus – unterm Strich bleiben es aber nur geometrische Formen, mal etwas Regen und euer bunter Spielcharakter. Doch das Spiel ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. Mit dem stets atmosphärischen Sound entsteht so schnell ein intensives und extrem nahes Spielerlebnis, das irgendwie an die Schweiz erinnert: Wenn man will, hört man Kuhglocken, Tuba-Klänge und Windrauschen. Oder einfach nur zu den Aktionen passende Klänge, die Drei zu einem Gesamtkunstwerk machen.

Drei ist ein abgedrehtes Physik-Puzzle-Spiel, das bei genauer Betrachtung ein Gesamtkunstwerk ist und nebenbei vorzüglich zu unterhalten weiß. Für die Lösung der Level benötigt man oft Köpfchen, der tolle Online-Modus wird ohne Zwang integriert und motiviert zu immer neuen Physik-Spielereien. Dazu kommt dichte tolle Spiel-Atmosphäre, die sich aus innovativer Spielidee, reduziertem Artwork und abstraktem Sound zusammensetzt. Selbst wer sonst nicht zu Spielen dieser Art neigt, sollte sich dieses Spiel unbedingt näher ansehen – ihr werdet es nicht bereuen!

Dreii
Dreii
Entwickler:
Preis: 3,49 €
+ minimalistisches Artwork
+ stylische Aufmachung
+ leichte Steuerung
+ ausgefallene Spielidee
+ knifflige Rätsel
+ abstrakte Klangkulisse
+ Multiplayer-Komponente
+ deutsch
– kein iCloud-Support

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.