Review: Rayman Fiesta Run – So gut fühlt sich ein Zuckerschock an!

Rayman ist zurück! Ubisoft legt den schmissigen Jump&Run Titel mit Rayman Fiesta Run ein zweites Mal auf, nachdem die Touchversion Jungle Run auf so viel Begeisterung in der iOS Gemeinde stieß. Während böse Zungen behaupten, das man hier nur ab und zu eine Sprungtaste zur rechten Zeit drücken muss, wird schnell klar: Das Spiel ist witzig und weckt schnell den Ehrgeiz beim Spieler, der lange an den Bildschirm fesselt.

Wie beim Vorgänger schaltet man auch hier im Spielverlauf neue Fähigkeiten wie Schlagen oder Schweben frei. Dazu darf man nun auch an bestimmten Punkten die Ebenen nach hinten und vorn wechseln oder sich in der Größe verändern.

Die Level bleiben kurz und stets linear aufgebaut – es gibt immer nur eine festen Weg, den man laufen sollte, um alle goldenen Fliegen einzusammeln. Das ist Hauptziel und wieder größte Motivation die knackigen Spielwelten immer wieder zu starten. Die Entwickler haben das Potential erkannt und schaltet nun bei einem perfekten Lauf durch eine Spielwelt eine (anspruchvollere) Bonuswelt frei – noch mehr Motivation.

Hilfreich sind die neuen PowerUps, die man sich am Start jeder Spielwelt hinzukaufen kann – allerdings für seeeehr wenig Spielgeld. Für eine volle Punktwertung sollte man ein Weg-PowerUp verwenden, das die Ideallinie durch die Welt anzeigt- inklusive der perfekten Absprungpunkte. Spielen muss man natürlich weiterhin selbst. Dazu gibt es in Leveln mit Gegnern noch PowerUps für erhöhte Lebenskraft, die im Endeffekt den Schwierigkeitsgrad herabsetzen.

Man hat die Möglichkeit mit echtem Geld per InAppKauf noch Spielwährung nachzukaufen, doch hier gibt es Entwarnung: Man benötigt diese nicht zum Vorankommen im Spiel, sondern für Extras wie Wallpaper oder andere Charaktere – alles optional. Ärgerlich und unverständlich ist der Umstand, das auf iCloud-Savegames verzichtet wurde. Gerade die kurzen Level verlocken auch unterwegs zu einer kleinen Partie auf dem iPhone, die man dann gern abends noch einmal auf dem iPad angehen würde – was aber auf Grund fehlendem iCloud-Sync nicht geht. Sehr schade!

Grafisch kommt Fiesta Run dem Vorgänger sehr nahe, hier sind jedoch alle Spielwelten in ein süßes 2.5D Kleid aus Zuckerwerk, perlende Limonade, sommerliche Strohhalme mit Schirmchen oder Schokolade getaucht. Schon vom auf den Bildschirm schauen bekommt man das spontane Gefühl Zahnhygiene betreiben zu wollen. Was am Anfang noch ganz süß ist, wird schon bald mit Peperoni und Würstchen herzhaft – bei diesem Spiel bekommt man definitiv Hunger. So strahlt die Grafik in Kombination mit der ebenfalls zuckersüßen und quietschvergnügten Humpa-Musike eine solche Fröhlichkeit aus, das man Fiesta Run auch gut und gerne als probates Mittel in der dunklen Jahreszeit gegen Depressionen einsetzen könnte.

Wie auf Ecstasy mit Zuckerschock macht Rayman Fiesta Run so richtig Bock! So könnte man das Fazit reimen, wenn man sich durch dieses fluffige Jump&Run gespielt hat. Wenn schon die echte Welt da draußen kein Ponyhof ist, dann muss es wenigstens ein gutes Spiel sein – so wie dieses hier. Es stimmt auch im zweiten Teil des schmissigen Spiels alles: Neben wichtigen Komponenten wie zuckersüßer Grafik, einem Wohlfühl-Soundtrack mit Urlaubsstimmung  und einfachster Steuerung wurde vor allem an das Wichtigste gedacht: den Spielspaß. Wer den Vorgänger Jungle Run mochte, sollte sich auch diesen Teil kaufen. Wer noch kein Rayman-Spiel auf iOS gespielt hat, bekommt hier eins der besten Jump&Run Spiele im AppStore!

Rayman Fiesta Run (AppStore Link) Rayman Fiesta Run
Hersteller: Ubisoft
Freigabe: 4+4
Preis: 3,49 € DOWNLOAD
+ toll gestaltete Spielwelten
+ mehrere Spielcharaktere
+ Münz-Sammeln als Motivation
+ läuft flüssig
+ einfachste Steuerung
+ neue nützliche PowerUps
+ viele Spielwelten
+ toller Soundtrack
+ InAppKäufe nicht notwendig
+ deutsch
+ GameCenter Anbindung
+ Universal-App
– keine iCloud-Savegames

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.