Blek Review

Review: Blek – Geschickt gezeichnet, perfekt unterhalten

Mit Blek gibt es für euch einen kleinen Geheimtipp und ein ziemlich schickes Spielprinzip, was zudem noch wunderbar präsentiert wird. Der österreichische Entwickler Denis Mikan (aka Kunabi Brothers) hat sich hier mächtig ins Zeug gelegt und ein kleines kreatives Kunstwerk geschaffen... Wichtigstes Spielelement bei Blek ist die Wiederholung. Alles kommt wieder…

Blek

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
100

Mit Blek gibt es für euch einen kleinen Geheimtipp und ein ziemlich schickes Spielprinzip, was zudem noch wunderbar präsentiert wird. Der österreichische Entwickler Denis Mikan (aka Kunabi Brothers) hat sich hier mächtig ins Zeug gelegt und ein kleines kreatives Kunstwerk geschaffen…

Wichtigstes Spielelement bei Blek ist die Wiederholung. Alles kommt wieder und so auch eure eingezeichnete Geste auf dem Bildschirm: Mit einem Finger könnt ihr auf dem weißen Spielfeld einen Krakel einzeichnen. Sobald ihr den Finger vom Bildschirm nehmt, wird der Krakel unendlich weitergemalt und automatisch animiert. Auch die Geschwindigkeit und Richtung wird komplett reproduziert.

Gut, ich gebe zu, nicht wirklich unendlich. Das Spielfeld ist an der linken und rechten Seite nämlich begrenzt und funktioniert so als Bande und schickt den Krakel zurück – was ihr euch auch taktisch zu Nutze machen müsst. Mäandert sich ein Krakel aber nach oben oder unten aus dem Bildschirm hinaus, ist er weg.

Und warum malt man nun diese Krakel überhaupt? Mit einem Krakel muss man bunte Kreise treffen. Echt, mehr nicht? Doch. Es wäre einfach, wenn da nicht die schwarzen Kreise wären, die meinen schwarzen Krakel einfach verschwinden lassen. Dann heißt es nochmal einen Krakel malen. Nur diesmal besser. Hier braucht man erstmal ein gutes Konzept für eine Form (die dann eine Bewegung wird) und natürlich einen geschickten Finger. Während die ersten Rätsel noch Training sind, wird es in den insgesamt 60 Leveln schon bald angenehm knifflig.

Obwohl die Grafik mehr als spartanisch ist, scheint man gerade durch dieses Element das Wort Design schreiben zu müssen. Manchmal ist weniger eben mehr. Kleine Kritik am Rande: Der eingezeichnete Krakel reagiert nicht immer so, wie ich es mir eingebildet habe. Aber vielleicht schaue ich ja nur schief. Einen Soundtrack gibt es leider nicht, aber die kleinen Soundeffekte sind niedlich und humorvoll. Die Level wurden übrigens für iPad und den kleineren Bildschirm auf iPhone und iPod touch unterschiedlich gestaltet, eine Sicherung des Spielstandes in die iCloud wäre trotzdem schön gewesen.

So einfach wie das Spielprinzip von Blek ist, so gut ist es auch. Die reduzierte Grafik ist zwar höchstens zweckdienlich, aber dadurch auch verdammt schick. Der entspannte Sound passt dazu und die Steuerung könnte intuitiver nicht sein. Die kniffligen Rätsel erfordern eine motivierende Mischung aus Taktik und Geschicklichkeit und machen das perfekte Spiel für den Touchscreen zu einer unbedingten Download-Empfehlung!

Blek
Preis: 3,99 €
+ reduzierte Grafik
+ einfallsreiches Spielprinzip
+ knifflig
+ verschiedene Lösungsmöglichkeiten
+ sympathischer Soundeffekte
+ keine InAppKäufe
+ Universal-App
– keine GameCenter Anbindung
– kein iCloud Support

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!