Review: Feed me Oil 2 – Dieses Rätselspiel geht runter wie Öl!

Chillingo und HolyWater Games warten das neue Jahr ab und bringen endlich das bereits auf der GamesCom 2013 gezeigte Feed me Oil 2 in den AppStore. Beim Gameplay hat sich zum erfolgreichen ersten Teil nichts Grundlegendes verändert… Auf jedem Rätsel-Bildschirm findet man eine Ölquelle und einen Bereich, in den man das Öl fließen lassen muss.

Und doch gibt es angenehme Neuerungen und Verbesserungen: Die neuen Bauteile bietet nun mehr Abwechslung und mögliche Lösungswege. Die Einführung in das Spiel in die Bedienung neuer Spiel-Elemente ist vorbildlich und wird durch kleine Hinweise ausreichend erklärt – so findet man schnell ins Spiel. Die sechs verschiedenen Umgebungen bringen nicht nur optisch neue Ideen mit, auch neue Bauteile.

Für jedes Level gibt es eine Drei-Sterne-Wertung. Den ersten Stern verdient man sich natürlich durch das erfolgreiche Befördern der benötigten Ölmenge zum Ziel, die anderen Sterne für das Nichtbenutzen von Bauteilen. Gar nicht so einfach. Die Rätsel sehen zwar niedlich aus, haben es aber ganz schön in sich – hier ist Köpfchen gefragt. So gibt es für jedes Rätsel verschiedene Lösungsmöglichkeiten, eine gute Motivation doch noch mal ein Level zur Optimierung und einer Drei-Sterne-Wertung anzugehen. Die benötigt man nämlich auch zum Freischalten neuer Rätsel-Umgebungen.

Wer nicht weiterkommt, kann die integrierte Hilfe-Funktion nutzen, welche die genaue Positionierung von Bauteilen anzeigt. Allerdings ist dieses Feature stark limitiert – sind die ersten Hilfen aufgebraucht, kann man sie leider nur per InAppKauf nachlegen. Oder man liest halt einfach im Internet die Ideallösung nach…

Vor allem grafisch hat sich viel getan! Das neue Artwork ist grandios und begeistert auf jedem Bildschirm einfallsreich aufs Neue! Die Level wurden aus riesigen superniedlichen Monster erbaut – das würde ich mir auch so als Poster an die Wand hängen. Auch das namensgebende Öl wird nun richtig plastisch dargestellt und reagiert so wie man es von einer zähen Masse erwartet. Erstmals wurde auch Wasser integriert, das mit Öl zusammen die Rätsel nochmal spannender macht. Etwas verwirrend sind die optischen Ebenen der Level: Man kann die Bauteile auch über Elementen des Hintergrundes platzieren, allerdings läuft die Flüssigkeit nicht immer vorbei – das war nicht immer logisch gelöst. Ausprobieren hilft aber.

Die Musik könnte genauso gut zu einem Wild-West-Spiel erklingen. Auch wenn ich die Musik des ersten Teils besser fand, passt sie irgendwie trotzdem. Zumal die fast schon obligatorische Oboe auf eine strange Art und Weise entspanntes Rätseln suggeriert – hört mal bei Kollegen wie Cut the Rope oder genau hin, dann wisst ihr was ich meine…

Feed me Oil 2 ist ein entspanntes Rätselspiel und ein richtig guter Nachfolger geworden, bei dem alle Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind. Die Physik des Spiels reagiert so wie man es erwartet und die Level mit den immer neuen Bau-Elementen bleiben abwechslungsreich – und sehr knifflig. Größter Pluspunkt ist das neue Artwork, was wirklich super niedlich und farbenfroh gelungen ist! Auch die Entscheidung den Nachfolger als Universal-App herauszubringen ist zu begrüßen – iCloud Savegames und kostenlose Hilfe vermisst man trotzdem. Für Fans von Spielen wie Cut the Rope ein idealer Kauf – mit dem Unterschied, dass man hier wirklich in Ruhe Rätseln kann.

Feed Me Oil 2 (AppStore Link) Feed Me Oil 2
Hersteller: Alexander Ilin
Freigabe: 4+4.5
Preis: 1,09 € DOWNLOAD
+ superschönes Artwork
+ einfache Bedienung
+ verschiedene Umgebungen
+ sehr gutes Tutorial
+ Wetter-Effekte
+ viele Bau-Elemente
+ Hilfsfunktion
+ mehrere Lösungswege
+ deutsch
+ nur optionale InAppKäufe
+ wenig Speicherbedarf
+ entspannter Soundtrack
+ GameCenter Anbindung
+ Universal-App
– keine iCloud Savegames
– auffällig platzierte Facebook-Integration
– Hilfe nur per InAppKauf

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.