Lost Viking Review

Review: Lost Viking – Wie Threes!, nur mit mehr Abenteuer!


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An das wundervolle Denkspiel Threes! können sich sicher noch viele von euch erinnern, war es doch Auslöser einer ganzer Reihe von (fiesen) Kopien wie 2048 & Co. Jetzt haben sich die Duneglot-Entwickler Red Winter Software hingesetzt und die tolle Spielidee sinnvoll weiterentwickelt – vielleicht auch, um die Wartezeit auf Dungelot 3 zu verkürzen. Herausgekommen ist das neue Lost Viking: The Longest Journey, bei dem ihr nebenbei mit dem Wikinger Ragnar letzte Abenteuer auf seinem Weg nach Walhalla bestehen müsst.

Die Grundidee von Threes! liegt auch hier zu Grunde: Auf einem Spielfeld verschiebt man alle Blöcke mit Gegenständen, dadurch können gleiche Gegenstände zusammengefasst werden. Und den Platz braucht man auch, da mit jedem Zug ein neuer Gegenstand erscheint. Aber Lost Viking ist auch nur bis dahin wie Threes!, ab hier wird es anders…

Am oberen Bildschirmrand ist Ragnar von links nach rechts unterwegs und kommt zu immer neuen Orten und Gegnern während man darunter eni Spielfeld zum Verschieben der Karten hat. Hier ein kurzer Abriss: Trifft man auf einen Gegner, muss innerhalb einer bestimmten Zuganzahl (meist um die 5) möglichst viele Schwerter zusammenbringen, die man ihm dann um die Ohren haut. Hat man den Widersacher erledigt, wird einem zudem noch das höchste Goldfeld gutgeschrieben. Wenn Gegner zurückschlagen, zieht es etwas von der Lebensenergie ab. Die kann man an einem Lagerfeuer wieder auffüllen, indem man hier möglichst viele Schinkenkeulen kombiniert. Und ja, so trifft man auf das nervigste Element von Dungelot 2 – von dem ich übrigens sehr enttäuscht war.

Lost Viking UpgradeSteht man einem Schaf gegenüber, sollte man schnellstens viele Schilde zusammenschieben, ansonsten wird man umgerannt und auf dem Spielfeld gibt es plötzlich unbewegliche Felder, aaaaaaah! Scha(f)ft man es aber, schwingt man sich auf den Rücken des laufenden Flusensiebs und galopiert viele Meter nach rechts. Ja, ihr habt richtig gelesen, hier geht es auch um den zurückgelegten Weg. Nicht nur für den Highscore, sondern auch um nach Walhalla zu kommen. Ist man noch zu Beginn in einer eisigen Höhle, befindet man sich schon bald in einem Wald… Und dann bald in Walhalla, doch je weiter man kommt, desto schwerer werden die Anforderungen.

An einer Schatzkiste angekommen, sollte man schnell viele Schlüssel sammeln, um sie zu öffnen. Gelingt es, finden sich hier nützliche PowerUps, die sich automatisch in der unteren Leiste ablegen und bei Bedarf genutzt werden können. So kann man einen Angriff abwehren, die Lebensenergie erhöhen oder einzelne Felder mit Magie umwandeln. Dazu findet man immer wieder Goldmünzen, die man auch kombinieren kann. Doch Lost Viking macht es dem Spieler schwer!

Vorweg sei gesagt, dass es keine InAppKäufe gibt. Trotzdem ist das Spiel ziemlich fordernd ausbalanciert, um mal das Wort ‚arschschwer‘ vornehm zu vermeiden. So muss sich Ragnar sein erstes Update im Hauptmenü-Shop ziemlich hart und langwierig erkämpfen. Ist die Lebensenergie erst einmal ein Stück aufgelevelt, macht es sofort mehr Spaß und die Läufe werden deutlich länger. Trotzdem sammelt man pro Lauf einfach viel zu wenig Gold ein, um sich in absehbarer Zeit etwas neues leisten zu können. Hier sollte der Entwickler noch mal ran, vielleicht mit dem nächsten Update? Hat man eine Schlacht verloren, wird abgerechnet. Zum einen gibt es einen Highscore, der aber relativ uninteressant ist, da es bisher nicht einmal eine GameCenter-Anbindung hat.

Leider gibt es dazu noch kleine Mängel. Warum haben die Entwickler nicht gleich alle Vorzüge der zitierten Spiele mit eingebaut? Warum kann ich nicht wie bei Threes! die Kacheln schon mal ein Stück in eine Richtung schieben – nur um mal zu Schauen? Bei Lost Viking gibt es dann kein Zurück mehr. Auch sieht man bei den Gegnern nicht, wie stark sie sind – klar, man sollte immer die höchstmöglichen Schwerteranzahl kombinieren, es wäre trotzdem schön.

Die Grafik besteht aus einem soliden Comic-Artwork mit kleinen Animationen und aussagekräftigen Icons für die Gegenstände. Auch der Soundtrack ist gut und wiederholt sich oft, zum Glück ohne zu nerven. Leider hat der Entwickler einfach den Soundtrack von Dungelot noch einmal genommen, ein paar frische Klänge wären hier schön gewesen.

Was 10000000 für das Match3 Genre war, könnte Lost Viking: The Longest Journey für Denkspiele dieser Art sein – wie man es auch immer nennen will, die frische Mixtur macht riesigen Spaß und ist suchtverheißend. Das Artwork ist solide, der Sound gut und das Gameplay zwar recht gleichförmig und grindig – doch durch das Aufleveln kommt man immer weiter und bleibt am Ball, um Ragnar doch noch nach Walhalla zu geleiten. Auch wenn es noch Mängel gibt und die Minus-Seite im Vergleich doch viel hergibt, zieht das Spiel superschnell in seinen Bann und begeistert. Abzüge gibt es für das unausgewogene Balancing, was auf Dauer an der Motivation nagt. Ich kann es trotzdem allen wärmstens empfehlen, die gerne rätseln und Spaß an Threes! oder 1000000 hatten.

+ schönes Artwork
+ kurzes Tutorial
+ frischer Genre-Mix
+ viele PowerUps
+ viele Gegenstände
+ gutes Levelsystem
+ macht schnell süchtig
+ kein Zeitdruck
+ verschiedene Umgebungen
+ einfache Steuerung
+ keine InAppKäufe
+ netter Soundtrack
+ Universal-App
– Balancing ziemlich grindig
– kein Pause-Button
– keine Anzeige der Gegnerstärke
– englisch
– GameCenter-Anbindung
– keine iCloud Savegames

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!