Oddworld Strangers Wrath iOS Review

Review: Oddworld Stranger’s Wrath für iOS – Ein tierischer Kopfgeldjäger!

Das Action-Adventure ist bereits im Jahre 2010 für die XBOX erschienen, nun könnt ihr auch mit Oddworld: Stranger's Wrath (oder auch Strangers Vergeltung) von Oddworld Inhabitants/Square1, unter iOS (und Adroid) euch als löwenköpfiger Kopfgeldjäger in einer offenen Spielwelt bewähren... Ihr spielt Stranger, einen tierischen Kopfgeldjäger, mit dem ihr durch die ziemlich verrückte Spielwelt tobt. Er…

Oddworld Stranger's Wrath

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
100

Das Action-Adventure ist bereits im Jahre 2010 für die XBOX erschienen, nun könnt ihr auch mit Oddworld: Stranger’s Wrath (oder auch Strangers Vergeltung) von Oddworld Inhabitants/Square1, unter iOS (und Adroid) euch als löwenköpfiger Kopfgeldjäger in einer offenen Spielwelt bewähren…

Ihr spielt Stranger, einen tierischen Kopfgeldjäger, mit dem ihr durch die ziemlich verrückte Spielwelt tobt. Er scheint eine Art Löwe zu sein, daran erinnert nicht nur die Kopfform, sondern beim Sprinten benutzt er auch alle vier Gliedmaßen. Aber auch die Bewohner von Oddworld machen dem Namen alle Ehre und so trifft man auf laufende Western-Hühner oder riesige Monster. Die große Spielwelt atmet Wild-West-Flair und wurde schön umgesetzt, nicht besonders spektakulär, aber riesig und staubig-erdig-braun. Im Laufe der Story wird man auf recht viele Gangsterbosse angesetzt, wobei man die Missionswahl selbst in der Hand hat. Auch die Herangehensweise bei den Missionen kann man sich aussuchen, entweder man schleicht sich an oder bricht brachial mit der Vordertür ins Haus. Entweder man nutz die Armbrust für Fernangriffe oder die verschiedenen Schläge zum Nahkampf, hier ist alles möglich. Je nachdem, wie man sich in der Spielwelt verliert, kann man mindestens 20 Stunden Spielzeit einplanen.

Oddworld Strangers Wrath iOSDas Spiel bietet einige Besonderheiten, die es von der Konkurrenz abheben: So kann man jederzeit die Perspektive wechseln – die Ego-Perspektive nutzt man zum Schießen, die Schulter-Kamera nutzt man für die Jump&Run Einlagen. Und da sind wir schon bei der nächsten Eigenheit, das Gameplay besteht aus einem schönen Wechsel von Jump&Run Stellen (inklusive Doppelsprünge) sowie klassischer Shooter-Kost. Und hier zeigt sich noch eine tolles Feature – als Munition für die Armbrust verwendet man nämlich ganz unkonventionell kleine Lebewesen, die man zuerst fangen muss und die verschiedene Effekte haben. Je nach Munition kann man seine Gegner lähmen, anlocken, mit Stromschlägen bruzeln oder mit Spinnennetzen fesseln.

Damit man an etwas Geld kommt, schließlich ist man ja als Kopfgeldjäger unterwegs, sollte man Bösewichte mit dem mitgebrachten Sauger in den Rucksack befördern und in der nächsten Stadt gegen Geld ausliefern. Dabei bringen KO-geschlagene Gegner mehr als tote Gangster. Das Geld legt man im städtischen Shop an, InAppKäufe gibt es aber keine.

Die Portierung ist sehr gut gelungen, je nach iGerät das man verwendet. Die Grafik flutscht auf den neuesten Geräten nur so über den Bildschirm, ein iPad Air oder iPad mini 2 muss (!) man für genügend Spielspaß aber schon sein Eigenen nennen. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, über die man die Grafik auch an ältere iGeräte anpassen kann. Das sieht dann zwar im Detail nicht so hübsch aus, läuft aber wenigstens flüssig. Und wer schaut schon auf verwaschene Texturen, wenn das Gameplay Laune macht? Die Soundkulisse ist auf Grund der großen Produktion ebenfalls richtig gut, die englischen Synchronstimmen lassen Wild-West-Feeling aufkommen. Wer mag, aktiviert die deutschen Untertitel.

Vorbildlich ist auch Speicherfunktion gelungen: So wird automatisch an wichtigen Punkten gespeichert, es gibt aber auch einen manuellen Quicksave und iCloud Funktion. Auch die Ladezeiten sind super schnell. Die virtuelle Steuerung hat man nach etwas Eingewöhnung gut im Griff, wie immer ist sie aber in hektischen Situationen etwas ungenau. Man kann aber alle Buttons in Größe und Position an die eigenen Hände anpassen. Wer einen iOS Controller besitzt, kann diesen nutzen, der ebenfalls sehr gut reagiert – kein Wunder, ist es doch für Controller-Steuerung ursprünglich ausgelegt.

Oddworld: Stranger’s Wrath macht seinem Namen alle Ehre und präsentiert sich als abwechslungsreiches Action-Adventure mitten in einer riesigen und verrückten Spielwelt mit Wild-West-Flair. Es gibt in der nicht linearen Story viele Missionen für mindestens 20 Stunden Spielspaß, wobei man sich die Vorgehensweise aussuchen kann. Das Spiel lässt viele Freiheiten und genau das macht Spaß. Die Portierung ist sehr gut gelungen und lässt kaum Wünsche offen, ein neues iGerät vorausgesetzt läuft es auch flüssig. So ein richtiger Kritikpunkt fällt mir nicht auf. Vom Spielumfang und der Produktion her, ist dieses Spiel sein Geld mehr als Wert und sei daher allen Spielern mit neuen iGeräten empfohlen, die sich gern in einer großen Spielwelt verlieren wollen.

Oddworld: Stranger's Wrath
Oddworld: Stranger's Wrath
+ gute 3D Optik
+ offene Spielwelt
+ riesiger Umfang
+ Umschalten zwischen Ego/Third-Person
+ Grafik stark anpassbar
+ lebende Munition
+ Shooter-Passagen
+ viele Missionen
+ Nah/Fernkämpfe
+ nicht linear
+ Jump&Run Passagen
+ verschiedene Herangehensweisen
+ gute virtuelle Steuerung
+ schöne Story
+ keine InAppKäufe
+ gute Synchronisation
+ gute Klangkulisse
+ iOS Controller Support
+ iCloud Savegames
+ deutsch
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– relativ viel Speicherplatz (1,1 GB)
– auf älteren iGeräten mit verwaschener optik

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!