Magenta Arcade Review

Review: Magenta Arcade – Retro-Shooter mit göttlichem Fingerzeig


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Stellt euch vor ihr entdeckt ein kleines Volk, die euren Finger als Gottes-Zeichen wahrnehmen. Sie bauen eurem omnipotenten Zeigegerät einen Tempel und huldigen euch. Alles in Butter? Fast. Denn irgendeinen Idioten gibt es immer, der querschlägt. Als euch ein vermeintlicher Jünger mit magentafarbenem Haar eine Falle stellt, reicht es euch: Euer Finger verschießt göttliche Munition. Willkommen bei Magenta Arcade von Long Hat House.

Magenta ArcadeDie Besonderheit des kleinen vertikalen Shmup: Statt aus einem Raumschiff schießt hier der eigene Finger. Soweit nix ungewöhnliches, verdeckt man doch bei anderen Kollegen auch das Raumschiff mit dem Finger. Doch hier kann man den Finger auch vom Touchscreen nehmen – und das Shiff verschwindet damit aus dem Spiel! Das ermöglicht neue taktische Möglichkeiten: Wenn es zuviel Gegenwehr hagelt, einfach mal den Finger abheben und gezielt wieder einsetzen. Doch auch damit wird es nicht leichter…

Größte Motivationsbremse war für mich der hohe Schwierigkeitsgrad mit den langen Levels in Verbindung mit einer recht monotonen Umgebung. Das Sichtfeld ist meist stark begrenzt und es passiert nur wenig in der Umgebung, auch die Gegner sind meist sehr gleichförmig. Die 5 Spielwelten sind lang und wer die drei Lebensherzen aufgebraucht hat, darf komplett von vorn starten. Nerv. Insgesamt ist das Spiel recht fordernd ausbalanciert, die Boss-Kämpfe am Level-Ende aber schon fast unfair.

Immerhin hat das Spiel keine InAppKäufe, auf der anderen Seite kann man auch nichts kaufen, es gibt keinen Shop und keine Möglichkeiten sein Schiff bewusst auszurüsten oder sich zu verbessern. Lediglich durch das Erhaschen von Buttons während des Spiels kann man verschiedene Munitionstypen erweitern (das aber eher zufällig, da die Buttons keine Beschriftung haben). Dazu kommt noch ein Spezialangriff, auch den kann man so wieder aufladen.

Nebenbei bekommt man immer wieder kleine Herausforderungen a la „Versuche nicht mehr als 5 Pizza-Roboter zu treffen!“, für deren Bewältigung man sich entweder ein Herz auffüllen oder die Waffe verbessern lassen kann.

Die Optik in Verbindung mit dem Sound ist wirklich schick, leider muss man aber mit schwarzen Balken an der Seite (iPad) und oben (iPhone) leben, wahrscheinlich ein Problem bei der Portierung.

So toll, wie Magenta Arcade im ersten Moment und in den ersten Spielwelten daherkam, so schnell wurde es zu schwer und hat zu wenig fürs Auge oder beim Gameplay geboten. Klar, die Grafik ist im Detail mit Liebe gepixelt und die Variation der Spielidee mit dem Finger ist auch gut. Aber unterm Strich konnten Kollegen mich mehr begeistern. Hier fehlt es noch am Balancing, am Umfang und an der Abwechslung. Kann man so nur älteren Spiel-Semestern empfehlen, die es gewohnt sind, sich bei hohem Schwierigkeitsgrad durchzubeißen.

+ Gute Pixel-Grafik
+ Finger = Raumschiff
+ verschiedene Munition
+ schöne Spielidee
+ lange Level
+ keine InAppKäufe
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– keine iCloud Savegames
– sehr schwer
– wenig Abwechslung / Level
– keine Schwierigkeitsgrade
– englisch
– schwarze Balken

 

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!