Review: A Day In The Woods – Rotkäppchen puzzelt sich in dein Spielerherz


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Es ist schon eine Weile her, dass ein schönes Puzzlespiel für iOS erschienen ist. Klar, gefühlt werden jede Woche viele Puzzle-Spiele veröffentlicht. Doch grafisch und spielerisch konnte schon länger keines mehr so richtig überzeugen und vor allem motivieren, sich länger als 10 Minuten mit dem Titel zu beschäftigen. Das möchte…

A Day In The Woods

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
100

Es ist schon eine Weile her, dass ein schönes Puzzlespiel für iOS erschienen ist. Klar, gefühlt werden jede Woche viele Puzzle-Spiele veröffentlicht. Doch grafisch und spielerisch konnte schon länger keines mehr so richtig überzeugen und vor allem motivieren, sich länger als 10 Minuten mit dem Titel zu beschäftigen. Das möchte die südafrikanische Spieleschmiede RetroEpic mit ihrem Schiebepuzzle A Day In The Woods nun besser machen. Dabei handelt es sich um ein Spiel, das ursprünglich 2011 für den PC erschien und nun für iOS grafisch und spielerisch vollständig überarbeitet wurde.

Das Setting des Spiels: Das kleine Rotkäppchen möchte den Präsentkorb mit vielen Leckereien zur Großmutter bringen. Dummerweise gibt es im Wald nicht nur ein Haus, sondern gleich mehrere. Deswegen heißt es also, alle Häuser auf der Suche nach der Großmutter abzuklappern. Ziel der 60 Levels ist es, Rotkäppchen zu den Häusern zu lotsen.

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Die Holz-Optik trägt viel zum Charme des Spiels bei

Dabei ist A Day In The Woods als rundenbasiertes Schieberätsel konzipiert. Ihr bewegt Rotkäppchen durch das Schieben von Hexagonfelder durch den Wald zur Hütte. Dabei werden Hindernisse wie Bäume und Steine umgangen, denn diese lassen sich nicht verschieben. Auf dem Weg zur den Hütten wollen noch Blumen und Beeren eingesammelt werden, das bringt einen Stern am Ende eines Levels. Genauso wie das Erreichen des Ziels innerhalb eines optionalen Zuglimits.

Das Spiel wäre aber sehr langweilig, wenn es bis auf Bäume und Steine keine Hindernisse gäbe. Daher werdet ihr schnell auf die ersten Bären treffen, später kommen Spinnen und Wölfe dazu. Diese könnt ihr ebenfalls über das Feld bewegen. Nun sollten sich Rotkäppchen und die Tiere nicht begegnen. Erschwerend kommt hinzu, das die einzelnen Spielfelder nicht unbedingt groß sind und damit überlegt werden muss, wie man die Figuren am besten über das Spielfeld zieht, sodass das Rotkäppchen optimalerweise auch an den Blumen und Beeren vorbeikommt.

Hat man sich daran gewöhnt, kommt die nächste Neuerung: Lagerfeuer. In dessen Nähe trauen sich die Tiere nicht, sie lassen sich also nicht neben das Feuer schieben. Und so geht es immer weiter: Hat man sich an ein neues Spielelement gewöhnt, folgt auch schon das Nächste. Seien es Hasen, mit denen man die Tiere ablenken kann oder Holzfäller, welche die im Weg stehenden Bäume fällen.

Ich bin sehr angetan davon, wie viel Kreativität im Spieldesign steckt. Aller paar Level werden neue Figuren und Hindernisse eingeführt, es wird nie langweilig. Gleichzeitig werden die gestellten Aufgaben immer anspruchsvoller, ohne unfair zu sein. Für jüngere Kinder würde ich das Spiel nicht empfehlen, dafür wird es im späteren Verlauf zu anspruchsvoll. Größere Kinder (ca. ab 8-9 Jahren) können hier gemeinsam mit den Eltern viel Rätselspaß haben.

Mit den erspielten Sternen lassen sich neue grafische Elemente für das begleitende Irrlicht wie Flügel und Formen freischalten. Zudem können neue Hintergründe für das Spielbrett freigespielt werden. Während andere Spiele das Stern-System nutzen, um die Spielzeit künstlich zu verlängern und den Zugang zu späteren Levels erst dann freigeschaltet werden wenn eine bestimmte Zahl an Sternen gesammelt wurde, verzichtet dieses Spiel auf diese Gängelung. Klasse! So kann man ungestört spielen, ohne sich über zu wenig gesammelte Sterne Sorgen zu machen.

Grafisch gehört der Titel zu den liebevollsten, die ich seit vielen Monaten auf meinen Tablet gesehen habe. Alle Spielfiguren besitzen eine einprägsame und hübsche Holzoptik. Damit wird der Stil eines Brettspiels verstärkt. Gleichzeitig wird so verhindert, dass das Artdesign zu bunt oder kitschig ausfällt. Während es im Menü Musik gibt, beschränkt sich das Spiel selbst auf wenige Geräusche der Tiere oder wenn sich ein Objekt nicht verschieben lässt. iCloud-Support gibt es keinen, andererseits ist das Spiel mit einer installierten Größe von 230MB nicht so übermäßig groß. Das Spiel ist in einfachen Schulenglisch gehalten und erklärt sich durch Ausprobieren von selbst.

A Day In The Woods hat mich kalt erwischt: Die echten Hits kommen eben meist unerwartet und ohne viel Vorankündigung. Zwar wirkt das Spielprinzip auf dem Papier antiquiert und oft kopiert, aber ihr habt sicherlich noch nie ein Schiebepuzzle mit so vielen kreativen Einfällen gespielt. 60 Level sind ein guter Umfang für das Genre und technisch erfüllt der Titel den Soll eines Rätselspiels bei Weitem. Wer kreativen Rätselspaß mag, wird hier definitiv fündig. Für mich gehört A Day In The Woods zu den ersten Kandidaten auf den begehrten Spiel des Jahres Titel!

+ 60 Spielstufen
+ kreatives, abwechslungsreiches Leveldesign
+ tolle Holzoptik der Figuren
+ angenehme Lernkurve
+ viele neue Spielideen
+ motiviert
+ abwechslungsreiche Aufgaben
+ intuitive Steuerung
+ Sterne nicht für Spielfortschritt benötigt
+ Anpassen des Irrlichts
+ keine In-App-Käufe
+ Universal-App
– englisch
– kein iCloud-Support

 

Über Axel

Reviews und Artikel von einem Vollblutgamer für Vollblutgamer. Manchmal hemmungslos subjektiv, immer mit einem leichten Augenzwinkern und vor allem ehrlich. Das erwartet Euch in meinen Artikeln hier in der AppGemeinde. Seit 1991 bin ich leidenschaftlicher Gamer, Nintendo- und Retro-Nerd sowie großer Fan von Rollenspielen, Adventures, Puzzlespielen und alles was irgendwie kreativ mit dem digitalen Medium umgeht. Game Center ID: "Axel | Appgemeinde.de" (ohne die ")