The Trace iOS Review

Review: The Trace – Endlich mal ein gutes iOS Detektiv-Spiel?


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Bei The Trace von Relentless Software schlüpft ihr in die Rolle von Ermittler Sam Pearce des Baltimore Police Departement, der zu einem neuen Fall geschickt wird: Ein Werkstatt-Besitzer hat anscheinend Selbstmord begangen. Doch der Schein trügt…?! Ob das Spiel besser ist, als das kürzlich von mir verrissene Criminel?

The Trace iOSGeschrieben hat die kleine Story David Varela, der schon für das Sherlock Holmes Spiel zur aktuellen (richtig guten) BBC Serie verantwortlich war. Insgesamt erstreckt sich der Fall um den ermordeten Werkstatt-Besitzer über drei Kapitel mit je einem Schauplatz und wird angenehm verworren. Doch allzu lange braucht man nicht – ich habe das Spiel in rund zwei Stunden durchgespielt.

An den Schauplätzen sucht man nach Hinweisen und auffälligen Stellen, die man näher untersuchen kann. Hat man einen Hinweis entdeckt, wird er im Inventar abgelegt. Dazu gibt es noch ein echtes Inventar für Gegenstände, die man später ganz Adventure-like wieder verwenden muss.
Jedes der drei Kapitel hat ein eigenes Netz an Fragen, die man mit den passenden Beweisen lösen muss. Dabei ist das Spiel gnädig und gibt an, wie viele der eingesetzten Beweise wirklich richtig sind – nur eben nicht genau welche. Das Spiel zeigt auch an, ob man einen verdächtigen Ort am Tatort abgearbeitet hat oder ob noch etwas zu tun ist.

The TraceGegenstände kann man dazu noch etwas unrealistisch „scannen“, worauf man sofort aus dem Labor via Handy ein Ergebnis bekommt. Schlecht für die Glaubwürdigkeit, gut für den Spielfluss. Hat man eine Frage gelöst, wird der (vermutete) Tathergang mit einer kleinen Animation veranschaulicht. The Trace ist was fürs Auge. Hardcore-Adventure-Spieler sind aber hier unterfordert.

Auch wenn das Spiel nicht besonders schwer ist, hätte ich mir eine optionale Hilfsfunktion gewünscht. Vielleicht wie bei The Room, wo Hinweise nach einer bestimmten Zeit freigeschalten werden. Leider bin ich auf mehrere ärgerliche Bugs gestoßen, als das Spiel trotz eindeutiger Geste eine Kiste nicht öffnete, einen Brief nicht vollständig aus dem Umschlag zog, einen gelösten Hinweis weiterhin anzeigte und so weiter. Meist hat da nur ein kompletter Neustart des Spiels geholfen. Hier muss der Entwickler nochmal dringend ran!

Hier etwas Gameplay von mir…

Optisch ist es ein richtig tolles Adventure geworden, die Tatorte sind zwar recht klein, man kann sich aber in allen (sehr detaillierten) Ecken umsehen. Gesteuert wird der Detektiv mit einem Touch auf interessante Stellen am Tatort, wohin er seine Schritte dann lenkt und heranzoomt. Mit vielen Objekten kann man wie bei The Room interagieren: So dreht man Schlüssel in Schlössern, öffnet Schranktüren, setzt Scherben zusammen, schraubt Lüftungsgitter ab oder knackt Kisten mit Geheim-Mechanismen. Dabei gibt es keinen Zeitdruck oder bedrohliche Situationen. The Trace ist mehr ein entspanntes 3D Rätsel. Auch die Soundkulisse unterstützt diesen Eindruck mit sparsamen Hintergrundklängen. Nett, aber die empfohlenen Kopfhörer kann man sich getrost sparen.

The Trace ist endlich mal ein tolles Detektiv-Spiel für iOS, fernab der Wimmelbild-Schwemme. An detaillierten Tatorten kann man sich in Ruhe umsehen, herumgehen, alles untersuchen und seine Hinweise zu Schlussfolgerungen kombinieren. Das Spiel gibt zwar recht viel vor, trotzdem muss man noch angenehm viel rätseln und eben auch ein scharfes Auge bei der Suche nach Hinweisen haben. Statt Zeitdruck gibt es hier entspannte Rätsel mit schöner Atmosphäre. Keine Bedrohung, kein Grusel oder Splatter, nur schöne klischeehafte Detektivarbeit. Ansonsten verwöhnt es den Spieler mit iCloud Savegames, toller Optik und fehlenden InAppKäufen. Leider bleibt es mit einer geringen Motivation zum erneuten Spielen und einem belanglos erzählten Fall recht durchschnittlich. Ob es noch weitere Mord-Fälle für das gute Adventure gibt, ist derzeit nicht bekannt…

+ detaillierte 3D Umgebungen
+ Tatorte selbst absuchen
+ Hinweise selbst kombinieren
+ Adventure-Komponenten
+ entspanntes Rätseln
+ keine InAppKäufe
+ 3 Speicherplätze
+ iCloud Savegames
+ wenig Speicherbedarf
+ deutsch
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– teilweise verbuggt
– teilweise sehr geführt
– keine Hilfsfunktion

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!