Review: Dive for Honour: Cold War – Kann unter Wasser der Funke überspringen?


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Das polnische Team von ECC Games lässt euch mit Dive for Honour: Cold War in kalte Gewässer abtauchen! Hier heißt es USA gegen Russland und das mit tonnenschweren U-Booten. Ob auch unter Wasser der Funke überspringt? Die Kampagne umfast 7 Level, wovon das erste ein längeres Tutorial ist, bei dem man sich…

Dive for Honour: Cold War

Spielspaß
Langzeitmotivation
Technische Umsetzung
Grafik

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
49

Das polnische Team von ECC Games lässt euch mit Dive for Honour: Cold War in kalte Gewässer abtauchen! Hier heißt es USA gegen Russland und das mit tonnenschweren U-Booten. Ob auch unter Wasser der Funke überspringt?

Die Kampagne umfast 7 Level, wovon das erste ein längeres Tutorial ist, bei dem man sich erst mit der Steuerung vertraut macht und sich dann an einem gegnerischen U-Boot vorbei schleichen muss. Wichtigstes Instrument ist die Radar-Karte am unteren Bildschirmrand, auf der erfasste Gegner und Minen eingezeichnet werden. Je größer die Geschwindigkeit des eigene Bootes ist, desto größer ist der hörbare Radius, indem auch Gegner auf uns aufmerksam werden. Hier heißt es also genau hingeschaut, wenn man unbemerkt vorbeikommen will. Es wurde außerdem ein Multiplayer-Modus integriert, mit dem man ein Deathmatch und ein Team-Deathmatch mit bis zu 8 Spielern bestreiten kann.

Dive for Honour TorpedoWenn man einen Torpedo abfeuert, muss jeden einzeln einladen, die Kammer fluten und die Außenklappe öffnen. Wenn er dann wegzischt, kann man ihn noch lenken, indem man auf die linke und rechte Bildschirm-Hälfte toucht, wodurch er nach oben und unten lenkt. Warum hier alles ohne ein Interface abläuft, ist mir nicht ganz klar. Wenn so etwas in der Realität möglich ist, dann gibt es doch sicher auch eine Bedien-Einheit, die man hier hätte abbilden können… Auch das Gameplay dabei ist nicht optimal. Wenn der Torpedo abfeuert, folgt ihm die Kamera und man steuert ihn. Es gibt aber keine Möglichkeit, in der Zwischenzeit nachzuladen. Nun ja, vielleicht ist man ja allein an Bord?

Die Level sind recht langatmig und beschränken sich auf kleine Aufgaben, die man auf „Fahre dort hin“ zusammenkürzen kann. Das man unterwegs auf feindliche U-Boote trifft ist klar. Leider sind die nicht besonders schlau und bemerken mich erst zu spät – nämlich dann, wenn mein Torpedo einschlägt. Falls doch mal eine Gegenwehr gestartet wird, kann ich mich recht einfach mit einem Tap auf einen Button reparieren. Fertig. Das Spiel bietet keine Schwierigkeitsstufen, wo man das ausschalten könnte. Ebenso gibt es unendlich Luft, Strom für den Antrieb und Torpedos. Hier hätte man für echte U-Boot-Fans ruhig noch etwas an der Herausforderung schrauben können.

Gesteuert werden die bemannten Unterwasserschiffe mit zwei Händen, ähnlich wie bei funkferngesteuerten Autos: Der linke Daumen bewegt ein Pad nach links und rechts, und damit den Scgub der Motoren. Der rechte Daumen bewegt ein zweites Pad nach oben und unten, was das Boot genau nachahmt. Ein U-Boot ist aber kein Renn-Auto und so dauert es eine Weile, bis es den eingestellten Wert erreicht. Schnelle und damit präzise Reaktionen sind also nicht möglich, eine Fahrt durch ein Minenfeld wird so zur Geschicklichkeitsübung. In der Mitte der Konsole auf dem Bildschirm hat man dazu noch einen Schalter fürs Abfeuern eines Torpedos und Flares zum Ablenken. Außerdem lassen sich hier auch noch wichtige Dinge des Bootes wie Sonar, Torpedos, Ballast und der Motor einstellen und reparieren.

Die Umgebungen unter Wasser sind ziemlich karg, mit seinem Look kann das Spiel nicht wirklich was reißen – nicht mal Fische oder Wasserpflanzen gibt es. Da hilft auch der Wasser-Effekt nur bedingt, der mit seinem Bildschirm-Gewaber immerhin etwas Unterwasser-Stimmung aufkommen lässt. Leider ist die Soundkulisse genau wie die Luft im U-Boot – ziemlich dünn. Man hört lediglich Wasserblubbern und ab und zu das Ping des Sonars – doch nicht mal das ist synchron mit dem angezeigten Scan auf dem Bildschirm. Kein Motorgeräusch, keine gerufenen Befehle der Crew (Wird gemacht, Herr Kaleu!), keine Musik. Nüscht, nur Geblubber. Schade.

So richtig rasante Action kommt bei Dive for Honour: Cold War nicht auf. Doch wer schon einmal ein U-Boot Spiel gezockt hat, wird davon nicht überrascht sein. U-Boote sind nun mal keine Rennwagen und reagieren etwas behäbig. Die Steuerung geht also in Ordnung, lediglich die Torpedo-Lenkung fällt aus dem Rahmen und gibt dem Spiel eine unnötige Arcade-Note. Die wird auch von fehlenden Luft-, Tank und Torpedo-Vorräten unterstrichen. Die Missionen sind eher langweilig, höchstens der Multiplayer-Modus könnte es noch für manche Spieler reizvoll machen. Unterm Strich nur eine Empfehlung für die kleine Gruppe der U-Boot Fanatiker, die auch unterwegs nicht aufs Abtauchen verzichten wollen und das ohne großen Anspruch abkönnen…

+ Kampagne mit 7 längeren Leveln…
+ Multiplayer-Modus für bis zu 8 Spieler
+ Schleich-Szenarien
+ 12 U-Boote
+ verschiedene Schauplätze
+ Wasser-Grafikeffekt
+ keine InAppKäufe
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– … Level recht eintönig
– englisch
– kein Motorgeräusch
– keine Vorrats-Limitierung
– leicht / keine Schwierigkeitsgrade
– dumme KI
– grafisch trist

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!