Review: Forgotten Forest Afterlife – Puzzeliges Match3, um noch töter zu werden


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Mein Name ist Aster und ich bin tot. Hin und weg? So einfach ist es dann doch nicht. Wie man schon bei Grim Fandango oder Limbo gelernt hat, muss man mit Aster erst die Totenwelt durchqueren, um wirklich zu sterben. Bei Forgotten Forrest: Afterlife von Six Food Kid geht dies aber durch den…

Forgotten Forest: Afterlife (iOS)

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
75

Mein Name ist Aster und ich bin tot. Hin und weg? So einfach ist es dann doch nicht. Wie man schon bei Grim Fandango oder Limbo gelernt hat, muss man mit Aster erst die Totenwelt durchqueren, um wirklich zu sterben. Bei Forgotten Forrest: Afterlife von Six Food Kid geht dies aber durch den namensgebenden düsteren Wald und das auf Match3-Spielweise.

In jedem der insgesamt 30 Level steht man mit Aster auf einem verhältnismäßig riesigen Spielfeld mitten im düsteren Wald. Um noch töter zu werden und vorwärts zu kommen, muss man stets einen Altar mit einem Licht erleuchten und – wenn möglich – noch drei Erinnerungen aus Asters Leben mit einsammeln. Alle vier Dinge sind auf den Spielfeldern verteilt, die in jeder Spielwelt anders und die eigentliche Herausforderung sind.

Forgotten Forest Afterlife Review
Mit einem Zug gerade noch so vor den Altar

Statt wie bei vielen Match3-Kollegen geht es hier nicht actionreich und Blick auf einen Highscore zu, sondern hier herrscht entspannte Rätsel-Atmosphäre. Ohne Zeitdruck kann man hier überlegt Kombinationen aus mindestens drei Symbolen einzeichnen, die dadurch verschwinden. Beginnt man eine Kombination mit Aster, folgt sie der Linie und wandert so über das Spielfeld und kann die Dinge einsammeln.

Interessant wird die Geschichte aber durch ein Zug-Limit, innerhalb dieses muss man nämlich den Altar erleuchten. Im Idealfall sammelt man noch die Erinnerungen ein. Durch besonders lange Kombinationen bekommt man aber neue Züge hinzu. Das Gameplay bewegt sich deswegen immer zwischen zwei Möglichkeiten: Nutzt man einen vorhandenen Weg, bewegt Aster und verbraucht einen Zug, um an einen Gegenstand zu kommen oder findet man eine lange Kombination, um einen oder zwei Züge zu gewinnen, womit man aber wieder das komplette Spielfeld ändert.

Der Schwierigkeitsgrad steigert sich mit jedem Level, schon bald werden die Spielwelten größer und die Abstände der Gegenstände weiter. Dazu kommen noch Hindernisse wie Dornenhecken, die man erst aus dem Weg kombinieren muss. Immerhin kann man zum Vorankommen erst einmal nur den Altar mit dem Licht entzünden und dann später zum Sammeln der Erinnerungen noch einmal ins Level zurückkehren.

Leider haben die Entwickler verpasst, die Story noch mehr in den Vordergrund zu stellen. Man wird beim ersten Start sofort ins Spiel geworfen – die Story dahinter gibt es nur im Hauptmenü in einem bestimmten Menü. Auch die Erklärungen sind zu sparsam, das Tutorial geizt mit Erklärungen – das geht besser!

Die Aufmachung ist schick präsentiert und die düstere Atmosphäre kommt mit den liebevoll gezeichneten Symbolen und Umgebungen gut zur Geltung. Auch der Sound passt zu diesem zurückgelehnten Rätsel-Match3. Das Spiel ist komplett deutsch lokalisiert, hat aber noch kleinere Bugs mit zu langen Schriften in Buttons. Auf InAppKäufe haben die Entwickler verzichtet.

Forgotten Forrest: Afterlife nimmt sich die recht strapazierte Match3-Idee vor und verpasst ihr einen angenehm puzzeligen Anstrich, der in Verbindung mit dem düsteren Artwork gut zur Geltung kommt. Hier lässt sich entspannt Rätseln, mit der Zeit bekommen die grauen Zellen auch angenehm viel zu tun. Ein schönes und poliertes Match3-Spiel mit interessantem Gameplay, welches das Rad nicht neu erfindet, aber Spaß macht.

+ adrettes Artwork
+ rätsellastiges Match3-Spiel
+ guter Soundtrack
+ kein Zeitlimit
+ Kein Highscore
+ keine InAppKäufe
+ deutsch
+ wenig Speicherbedarf
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– wenig Level
– Story/Tutorial zu wenig präsent
– keine iCloud Savegames

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.