The Elder Scrolls: Legends – Abwechslungsreiche Kartenschlachten

Bethesdas Sammelkartenspiel orientiert sich an Bewährtem großer Vorbilder wie Hearthstone oder Magic: The Gathering. Gelungen ist aber vor allem, wo es sich unterscheidet.

Gameplay

The Elder Scrolls: Legends ist ein gewöhnliches Sammelkartenspiel mit ein paar innovativen Ideen. Eine Runenmechanik, bei der ihr pro fünf verlorenen Lebenspunkten jeweils eine zusätzliche Karte zieht, sorgt im Zusammenspiel mit Prophezeiungskarten dafür, dass auch langsame Decks glänzen können (im Gegensatz zu beispielsweise Hearthstone). Die Aufteilung des Spielfelds in unterschiedliche Teile mit bestimmenden Eigenschaften bringt zusätzliche Abwechslung. Das Spiel nutzt die 25 Jahre lang gewachsene Welt der „The Elder Scrolls“-Spielereihe als Hintergrundgeschichte und webt sie geschickt in das halbe Dutzend Spielmodi sowie die stetig wachsende Kartensammlung. Regelmäßig erscheinen weitere Ergänzungen, beispielsweise in Form thematischer Sets oder zusätzlicher Einzelspielerszenarios.

Insgesamt sieben Spielmodi. Nichts Ausgefallenes darunter.

Zielgruppe

Wenn ihr lieber allein und in Ruhe statt kompetitiv unterwegs seid, bieten mehrere Kampagnen, Rätsel oder der Solo-Arenamodus stundenlanges Knobeln. Vorkenntnisse durch andere Sammelkartenspiele sind ohne Frage hilfreich (gerade beim Zusammenstellen eines guten Decks), auch wenn das Tutorial einen gelungenen Einstieg ins Szenario bietet. Natürlich richtet sich The Elder Scrolls: Legends nicht nur an digitale Kartensammler, die sich mit der namensgebenden Spielreihe auskennen. Jedoch verleihen die zahllosen Verweise auf das Universum von The Elder Scrolls und dessen Völker, Orte und Geschichten dem Kartenspiel erst das besondere Etwas. Die Umsetzung der spezifischen Fähigkeiten einzelner Völker in Kartenmechaniken ist nämlich sehr gut durchdacht und gelungen.

Prophezeiungskarten kosten im Vergleich zu anderen Karten oft mehr Mana, sind also teurer, dafür besteht die Chance, sie kostenlos wirken zu können.

Spaßfaktor

Für erfahrene Sammelkartenspieler ist The Elder Scrolls: Legends ein Heidenspaß, da es Bewährtes hervorragend umsetzt und dazu erfrischend neue Wege beschreitet. Die Kampagnen sind klasse erzählt, die Rätsel fordernd und das Reihensystem wie die Runenmechanik ein reichhaltiger Fundus für unterschiedliche Spielweisen. Hinzu kommt, dass ihr in dieser App nicht nur auf die immer wieder gleichen Deck-Archetypen trefft: Auch hier wird ausgewogene Abwechslung geboten.

Ein weiteres Plus: Sämtliche Inhalte sind durch erspieltes Gold zu erreichen. Lediglich Skins (andere Versionen der gleichen Karten) können Premium-Spielern vorbehalten sein. Regelmäßiges Duellieren wird angenehm stark belohnt, aber auch Gelegenheitsspieler finden ohne Nachteile schnell Anschluss oder zurück in Spiel.

Das Spielfeld von The Elder Scrolls: Legends besteht aus mehreren Reihen, wie sie hier bei einer Rätselaufgabe zu sehen sind. Jede Reihe kann unterschiedliche Eigenschaften in die Begegnung bringen.

Hersteller

Hinter The Elder Scrolls: Legends steht die US-amerikanische Spieleschmiede Bethesda Softworks. In Sachen App-Veröffentlichungen hat Bethesda lediglich das erfolgreiche Fallout Shelter vorzuweisen, mit den Marken DOOM, Fallout und The Elder Scrolls jedoch bereits mehrere hervorragende PC-Games auf den Markt gebracht. Als Entwickler des TES-Sammelkartenspiels ist nach dem Wechsel 2018 nicht mehr Dire Wolf Digital (Pokémon TCG Online), sondern nun das vergleichsweise unbekannte Studio Sparkypants verantwortlich, die bislang höchstens mit dem Action-Strategiespiel Dropzone aufgefallen sind.

Trailer zur aktuellen Erweiterung namens „Inseln des Wahnsinns“.

Support

Erklärende Hilfe findet ihr im Spiel selbst via Chat oder in Beschreibungstexten. Zudem gibt es ein umfangreiches Glossar (Fragezeichen-Button unten rechts). Darüber hinaus findet ihr hilfreiche Sektionen im offiziellen Forum, die kaum eine Frage unbeantwortet lassen. Wenn ihr Unterstützung in Sachen Deckbau und Strategien sucht, könnt ihr euch auch bei mehreren englischsprachigen Fanseiten wie teslegends.pro und legends-decks.com umsehen, die sich darauf spezialisiert haben.

Die in kleinere Abschnitte unterteilte Kampagne wird von animierten Zwischensequenzen unterbrochen.
Bethesdas Sammelkartenspiel orientiert sich an Bewährtem großer Vorbilder wie Hearthstone oder Magic: The Gathering. Gelungen ist aber vor allem, wo es sich unterscheidet. Gameplay The Elder Scrolls: Legends ist ein gewöhnliches Sammelkartenspiel mit ein paar innovativen Ideen. Eine Runenmechanik, bei der ihr pro fünf verlorenen Lebenspunkten jeweils eine zusätzliche Karte zieht, sorgt im Zusammenspiel mit Prophezeiungskarten dafür, dass auch langsame Decks glänzen können (im Gegensatz zu beispielsweise Hearthstone). Die Aufteilung des Spielfelds in unterschiedliche Teile mit bestimmenden Eigenschaften bringt zusätzliche Abwechslung. Das Spiel nutzt die 25 Jahre lang gewachsene Welt der „The Elder Scrolls“-Spielereihe als Hintergrundgeschichte und webt sie geschickt…

The Elder Scrolls: Legends Bewertung

Grafik - 9
Steuerung - 7.5
Spielspaß - 8

8.2

Trotz auffallender Ähnlichkeiten mit Genre-Vertretern ist es Bethesda gelungen, ein stimmiges Sammelkartenspiel mit interessanten Spielmechaniken auf den Markt zu bringen. Mit dem Runensystem, Prophezeiungskarten und spielfeldverändernden Reihen macht The Elder Scrolls: Legends einiges sogar besser als Hearthstone und Co.

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