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🕹Review: The Game – Auch wenn einen dieses Kartenspiel ärgert, versucht man es immer wieder

Die Ăśberschrift beschreibt das Kartenspiel mit dem einfallsreichen Namen The Game recht gut. Es ist als echtes Kartenspiel ursprĂĽnglich bei NĂĽrnberger Spielkarten [Amazon-Link] erschienen und wurde fĂĽr das Spiel des Jahres 2015 nominiert. Nun ist es auch fĂĽr iOS von Outline Development umgesetzt worden, die schon Cafe International herausgebrachten.

Eigentlich heißt das Spiel ja „The Game – Spiel… so lange Du kannst!“ und der Name ist hier Programm, denn es ähnelt in vielen Punkten ziemlich Solitaire. Man spielt alleine und versucht möglichst alle Karten abzulegen. So viel sei aber schon verraten – was aber nur in den seltensten Fällen gelingt. Die Spiel-Idee dahinter: Man hat 100 Karten in der Hand, die man auf vier Stapel nach Regeln ablegen muss. Auf zwei Stapel kann man von 100 nach 1 abbauen, auf den anderen zwei Stapeln kann man seine Karten von 1 bis 100 aufsteigend anlegen.

The Game bietet entspannten Denksport

Das ergibt nun folgende Überlegungen: Je kleiner die Zahlen-Abstände der abgelegten Karten sind, desto besser, da mehr Karten auf den Stapel passen. Legt man eine 12 auf eine 11 ist das ideal, legt man eine 51 auf eine 12 dann fehlen viele Möglichkeiten, Karten in dem Zahlenzwischenraum abzulegen. Doch leider hat man immer nur 8 Karten auf der Hand zur Auswahl und muss auch immer erst 2 oder 3 Karten ausspielen, bevor man neue Karten nachziehen kann. Bei The Game braucht man also gleichermaßen Glück beim Kartenziehen und eine gute Taktik sowie Aufmerksamkeit.

Bald schon wird nämlich der Rückwärtstrick wichtig: Man kann seinen Ablagestapel noch einmal um 10 Karten abbauen, indem man eine Karte legt, die exakt 10 Punkte niedriger ist. Beispiel: Auf dem Stapel mit den aufsteigenden Karten liegt eine 51 und man zieht eine 41, womit man nicht nur eine Karte los ist, sondern wieder 10 Karten Luft hat. Hier sollte man seine Handkarten also immer sorgfältig überprüfen.

Das Spiel endet, wenn man keine Karten mehr ablegen kann. Und das war in meinem Fall sehr oft so, bevor ich überhaupt alle Karten abgelegt hatte. Meist war ich nicht mal im einstelligen Bereich, überhaupt ist mir es nur ein einziges mal gelungen. Trotzdem motiviert das Spiel dranzubleiben und zu versuchen, es doch noch zu überlisten. Es ist in vielen Aspekten schon ähnlich wie Solitaire, aber deutlich schwerer abzuschließen. Es gibt zwar auch drei Schwierigkeitsgrade, doch schon der leichteste trägt seinen Namen zu Unrecht. Vielleicht bin ich aber auch nicht der gemachte Strategen oder hatte immer Pech mit meinen Karten und euch geht es leichter von der Hand?

Zum klassichen Spielmodus, den ich euch beschrieben habe, gibt es noch den Game on Fire Modus, bei dem die Karten 22, 33, 44, 55 und so weiter einen Feuer-Modus auslösen. Löscht man sie (indem man sie innerhalb eines Zuges zudeckt) geht das Spiel weiter, ansonsten ist Schluß. Hier ist man also im Zugzwang, natürlich ohne Zeitdruck. Als neuer App-exklusiver Modus gibt es noch den Lift Up Modus, bei dem Punkte gibt und man sich via GameCenter vergleichen kann. Je näher man hier Karten zahlenmäßig ablegt, umso mehr Punkte gibt es.

Ăśbrigens, noch ein undokumentierter Tipp, falls ihr das Spiel schon zockt: Haltet ihr links unten den Nachzieh-Button gedrĂĽckt, dann zieht das Spiel automatisch fĂĽr euch nach.

The Game – Spiel… so lange du kannst! ist ein solides Kartenspiel, dass unterwegs gut zu beschäftigen weiß. Man spielt gegen sich selbst und versucht dem Zufall mit etwas Taktik austzutricksen und alle Karten abzulegen. Selbst wenn das nur in den wenigsten Fällen gelingt, weiß das Spiel zu immer neuen Versuchen zu motivieren. Von der Präsentation her etwas sperrig, kann man aber durch die deutsche Lokalisierung die Regeln schnell lernen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ein gutes Kartenspiel zum kleinen Preis ohne InAppKäufe und ein schöner Zeitvertreib.

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