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Total War Battles: Kingdom – Angespielt bei SEGA / Creative Assembly

Publisher SEGA hatte anlässlich des anstehenden Releases von Total War Battles: KINGDOM zu Entwickler Creative Assembly nach England eingeladen. Also ab in den Flieger und ein paar Kilometer südlich von London im sympathisch verträumten Städtchen Horsham vorbeigeschaut! Fans von Total War ist Creative Assembly schon lange ein Begriff, schließlich haben sie alle vorhergehenden Titel programmiert. Sie wurden aber auch (für die älteren Semester) durch die PC-Portierung des Klassikers Stunt Car Racer in den frühen 90ern und zuletzt durch mit Alien: Isolation bekannt. Auch im AppStore gab es aus dem Jahre 2012 bereits ein Total War Spiel namens Total War Battles: Shogun [AppStore], dass ich euch durchaus immer noch empfehlen kann.

Einheiten lassen sich vielfach upgraden

Doch zurück nach Horsham: Bei lecker Fingerfood saßen Vertreter der internationalen Spielepresse zusammen über iPads und Smartphones und konnten schon einmal vorab den neuen Total War Ableger Battles: Kingdom anspielen – ein weiterer TW-Teil, dass im frühen Mittelalter angesiedelt ist. Zudem stand für ein kurzes Interview Designer Paul Strong zur Verfügung, der sich hauptsächlich mit dem Gameplay beschäftigt. Er erzählte, dass CA schon rund drei Jahre an dem Spiel arbeiten, zeitweise mit bis zu hundert Leuten.

Dieser Teil weicht von den herkömmlichen Total War Spielen aber etwas ab, da er Free-to-Play ist und crossplattform zu spielen sein wird – leider bringt dies auch einen permanent benötigte Internetverbindung mit sich. Außerdem neu ist das Konzept Build & Fight – hier kann man sich also nicht nur in Schlachten mit bis zu 9 Einheiten stürzen, sondern muss auch sein eigenes Königreich (aus)bauen, sich um wirtschaftliche Belange kümmern und Terraforming betreiben.

Die Kämpfe sind eingeschränkt, aber interessant

Die typischen Schlachten wurden stark eingedampft, so dass man nur noch mit maximal 9 Einheiten ins Feld ziehen kann. Dort nehmen sie (unsichtbare) Plätze ein, auf denen jeweils nur eine Einheit stehen darf. Sind also meine Schwertkämpfer vorn im Kampf auf Position, kann ich niemand zur Hilfe ins Gemenge schicken – von den Bogenschützen mal abgesehen – selbst wenn eine andere Einheit gelangweilt daneben steht. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, bietet auf der anderen Seite aber auch andere taktische Möglichkeiten. Wahrscheinlich war dies eine Überlegung zu Gunsten der Touch-Bedienung. Insgesamt gehen die Schlachten auch nur wenige Minuten, so dass man sich ‚mal schnell zwischendurch‘ sich ins Kampfgetümmel stürzen kann. Das übrigens nicht nur gegen die Ki, sondern auch gegen echte Gegner, sprich PvP. Dazu kommen noch kleine ReaktionsPowerUps, bei denen man zur rechten Zeit die richtige Stelle drücken muss als auch spezielle Skills, die man zeitweise einsetzen kann.

Die Landschaft lässt sich komplett anpassen

Der komplett neue Teil ist der Ausbau des eigenen Königreiches, bei dem man zu Beginn erst einmal die Trümmer des Vorgängers beräumen muss. Im Umland errichtet man Bauernhöfe für die Korn-Ernte, Minen zum Stein-Abbau, Holzfällerhütten für Holz oder Fischerhütten für… Fisch. Ach. In der Stadt selbst baut man Trainingsplätze für diverse Einheiten wie Bogenschützen, Mannschafts-Baracken, Kirchen und Wohnsiedlungen zur Rekrutierung neuer Soldaten. Dazu kommen noch Straßen, um alles zu verbinden.

Ein schöner Aspekt des wirklich gutaussehenden Spiels ist das Terraforming, das nicht nur kosmetischer Natur ist, sondern teilweise auch zur strategischen Planung dienen soll. So kann man zum Beispiel den Flusslauf ändern und Täler fluten oder Wiesen trockenlegen. Damit lassen sich teure Brücken sparen oder aber man hält sich Feinde mit einem Wassergraben vom Hals. Ebenfalls eine schöne Idee sind die Jahreszeiten, die meist mehr als einen Tag in Echtzeit dauern und alle ihre Vor- und Nachteile haben. So sollte man sich etwas Vorrat an Korn im Herbst anlegen, denn (am nächsten Tag) im Winter erntet es sich ganz schlecht – dafür könnte es im Herbst aber Überschwemmungen geben…

Hier das Video der kleinen Tour mit etwas Gameplay:

Das Spiel ist seit einigen Monaten bereits öffentlich auf Steam in der Beta-Phase sowie in einigen Ländern im AppStore im Softlaunch, um das Balancing sowie die Monetarisierung anzupassen. Beim Testspielen kam ich bei einigen Aktionen wie dem Anssähen eines neues Feldes oder dem Bau von Gebäuden schnell an eine Grenze – entweder man wartet eine Zeit x oder bezahlt Gold zur sofortigen Beschleunigung. Überhaupt ist Gold an vielen Stellen von Nöten: ​Für das Heilen der Truppe nach einer Schlacht, das Upgraden von Klassen und Ausrüstung sowie Gold für kosmetische Dinge wie Bannergestaltung oder ein frühzeitiges Ändern der Jahreszeiten. Leider ist das Gold recht rar.

Hier noch der offizielle Ankündigungstrailer…

Die Optik stimmt und von einigen Effekten abgesehen, kann man wirklich die PC-Version mit der mobilen Version vergleichen. Auf dem iPad und iPhone läuft es flüssig und die Bedienung sowie das Interface geht gut von der Hand. Auch im Kampf hat man auf dem Touchscreen alles gut im Griff. Dazu gibt es noch ansehnliche Animationen im Kampf und eine aufwendige Soundkulisse.

Mit einem baldigen Update nach dem Release wurden bereits bewegte Menschen in der Königreich-Ansicht und eine deutsche Lokalisierung angekündigt.

Jetzt schon ist Total War Battles: KINGDOM ein reinrassiger Mobil-Titel, dass sich für Spieler empfiehlt, die eh nur wenige Minuten am Tag ihre Pausen mit Spielen auf dem Smartphone füllen. Das Spiel ist technisch betrachtet für AppStore Verhältnisse ein richtig gutaussehendes Aufbauspiel mit kurzen taktischen Kämpfen. Man kann nur hoffen, dass CA einen gutes Balancing in Punkto Gold / Wartezeiten hinbekommt, um auch (crossplattforme) Spieler zu motivieren, die gern längere und zusammenhängende Spiele-Sessions einlegen. Die InAppKäufe für Gold reichen von 99 Cent bis zu 40€. Nun kann man dagegenhalten, wie teuer ein echtes TW-Spiel ist und ob man lieber crossplattform unterwegs und mit dem gleichen Spielstand zu Hause weiterspielen will. Ausprobieren kostet aber nichts. Total War Battles: Kingdoms erscheint am 24. März 2016 kostenlos für PC/Mac via Steam sowie iOS und Android.

Die mobile Version verlassen

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