Test: Creative Nuno Micro Bluetooth-Lausprecher

Der Hersteller Creative hat bereits mit einigen Bluetooth-Lautsprechern Erfahrung sammeln können und gleich eine ganze Batterie davon im Angebot. Neu sind die beiden NUNO Laustprecher, die als Markenzeichen mit schickem grauen Stoff überzogen sind. Der größere Creative NUNO bietet Stereo-Sound, den kleineren und preiswerten Creative NUNO Micro mit Mono-Lautsprecher habe ich für euch getestet…

 

Features des Nuno Micro

Creative Nuno MicroDer kleine drahtlose Lautsprecher wiegt 180 Gramm und ist mit rund 7,5 x 6 x 6 cm mehr als handlich. Er ist seitlich mit einem groben Stoff überzogen, der in zwei Grau-Tönen erhältlich ist. Der Nuno Micro verbindet sich via Bluetooth 2.1 und unterstützt das A2DP Protokoll sowie den SBC Codec. Alternativ kann man auch eine Quelle über den (laut Apple unzeitgemäßen) 3.5mm Aux-Eingang anschließen. Ein Mikrofon ist integriert, worüber man Anrufe tätigen kann. Der fest eingebaute Akku soll 4 Stunden durchhalten, zum Aufladen liegt ein Micro USB-Kabel bei.

Lobenswert: Für umweltbewusste Nutzer gibt es von Creative sogar hier als PDF, eine Anleitung wie man die Batterie wechseln kann – wo es passende Akkus gibt, ist aber nicht ersichtlich. Wenn der Lautsprecher 10 Minuten lang nicht benutzt wird, schaltet er sich automatisch aus.

Auf der Oberseite finden sich drei Buttons zur Steuerung von Play/Pause, lauter/leiser und zum nächsten/vorherigen Titel springen. An der Rückseite ist ein kleiner Schiebe-Schalter zum An- und Ausschalten, die USB-Buchse sowie der Aux-Eingang angebracht. Auf der Vorderseite ist unter dem Stoff eine Status-LED, direkt darunter sitzt der nach vorn ausgerichtete Mono-Lautsprecher.

 

Testeindruck zum Nuno Micro

 

Creative Nuno Micro
Der kleine Klang-Quader passt sich überall gut ein…

Nach dem Auspacken aus der stylischen Plastikbox macht der Creative Nuno Micro seinem Namen alle Ehre: Er ist wirklich klein. Durch die Stoff-Bespannung und das schlichte Design macht er aber auch in dieser kleinen Version etwas her und passt sich in der Wohnung überall ein. Um nicht zu sagen, er wird quasi unsichtbar.

Er fasst sich angenehm an und ist so klein, dass man ihn auch gern mit auf Tour nehmen will. Der Einschalter an der Rückseite ragt heraus und stellt man wieder einen haptisch schönen Schalter dar, bei dem man sicher sein kann, ob der Lautsprecher nun an oder aus ist. Die Kopplung via Bluetooth ging problemlos mit diversen Geräten, die Verbindung wurde sich ebenfalls ohne Probleme gemerkt.

Das der Nuno Micro bei dieser kompakten Bauform keine Bass-Wunder zu erwarten waren, war mir klar. Der kleine Sound-Würfel hat seine Stärken eher in einer präsenten Mittel- und Höhenlage und eignet sich damit gut für den Outdoor-Einsatz. Ich habe verschiedene mir gut bekannte Songs verschiedener Genres gehört und habe alle Details recht klar vernommen. Der Sound wirkt trotz des fehlendes Bass-Druckes ausgewogen, ein Scheppern oder Anzerren war nicht zu vernehmen. Beim Lautstärke-Test habe ich irgendwann an meine Nachbarn denken müssen, da der Nuno Micro doch schnell verdammt laut wird – ab diesem Punkt konnte ich immer noch etwas lauter stellen. Er ist auch für den Wohnungseinsatz eine gute Möglichkeit, die Räume ausreichend zu beschallen.

Über das eingebaute Mikrofon kann man eingehende Anrufe annehmen. Die Gesprächsqualität ist vernünftig, wenn man nah am Lautsprecher spricht und im Hintergrund nicht allzu viel Lärm ist. Aktiv Anrufe tätigen oder Siri zum Antworten überreden kann man über den Nuno leider nicht. Die Akku-Laufzeit ist mit 4 Stunden angegeben, im Test hielt der Nuno Micro nach vollständiger Ladung (mit einem iPad Netzteil rund 90 Minuten) sogar fast 5 Stunden bei angenehmer Zimmer-Lautstärke durch.

Verfügbarkeit

Der Nuno Micro von Creative kostet direkt beim Hersteller 30€, der große Bruder NUNO kostet 50€.

 

Der Creative Nuno Micro ist der für mich schickste mobile Lautsprecher im Sortiment des Herstellers: Die minimalistische Formsprache in Verbindung mit dem groben Stoff, der sich zudem noch schön anfasst, ist gelungen. Die Bedienung ist einfach, die Tasten sind nicht zu verfehlen und der Funktionsumfang mit dem Weiterschalten sowie der Telefon-Funktion sind willkommen. Ich hätte mir lediglich noch einen integrierten Player mit SD-Kartenslot wie beim Woof 3 und etwas längere Laufzeit gewünscht. Der Klang ist klar und recht neutral, lediglich auf groß angelegte Bass-Anteile muss man verzichten – auch bei hoher Lautstärke klingt er gut. Der Creative Nuno Micro ist herrlich klein, recht laut und preiswert.

Über Tobi

Tobi gründete die AppGemeinde 2010 und führte sie sieben Jahre lang fast im Alleingang mit Liebe zum Zocken fort - bevor er sie 2018 abgegeben hat. In dieser Zeit veröffentlichte er hier rund 2.500 Artikel.