Test: Nelly Cootalot – Frau Piratin legt sich mit Breitbart an


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Nelly Cootalot ist nicht nur angehende Piratin in der Südsee, sondern auch Tierschützerin, der es Vögel besonders angetan haben. Die wurden allerdings von Bösewicht Baron Breitbart hypnotisiert, was den Ausgangspunkt des Spiels darstellt... Das klassische Point&Click Adventure von Alasdair Beckett-King kam schon letztes Jahr auf Steam heraus, nun bringt Publisher Application Systems Heidelberg auch…

Nelly Cootalot

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
80

Nelly Cootalot ist nicht nur angehende Piratin in der Südsee, sondern auch Tierschützerin, der es Vögel besonders angetan haben. Die wurden allerdings von Bösewicht Baron Breitbart hypnotisiert, was den Ausgangspunkt des Spiels darstellt… Das klassische Point&Click Adventure von Alasdair Beckett-King kam schon letztes Jahr auf Steam heraus, nun bringt Publisher Application Systems Heidelberg auch mobile Versionen für iOS und Android.

Doch keine Angst – wo Piraten sind, ist auch ein Schatz nicht weit. Und schon in den ersten Minuten im Spiel erfährt man von einem Geist, ihrem alten Mentor Kapitän Bloodbeard, dass sie bei ihrer letzten Vogelrettungs-Mission wohl einige wichtige Details übersehen hat. Sie sollte nämlich eigentlich Baron Bloodbeards legendären Schatz der sieben Weltmeer finden. Das macht nun aber Fiesling Baron Breitbart, der zufällig auch der Bruder von Bloodbeard zu sein scheint. Also nichts wie in die Spur!

nelly cootalot reviewWichtiger Bestandteil ist der (britische) Humor des Adventures. Nicht, dass man sich nun permanent den Bauch vor Lachkrämpfen halten muss, aber ein paar schöne Stellen sind dabei! Man merkt dem Spiel an, dass es sich bemüht, an jeder noch so kleinen Dialogstelle eine Flachsrakete unterzubringen. Das hat mich nicht immer vom Hocker gehauen (da manchmal an den Ohren herbeigezogen), aber immerhin war das Spiel dadurch unterhaltsam und das Gameplay wurde aufgelockert.

Weiterhin ist Protagonistin Nelly angenehm schnippisch und kommentiert auch sonst viele Aktionen für den Spieler. Dadurch wächst einem die junge Dame ans Herz und der Entwickler schafft es wirklich, dass man Sympathie aufbaut. Das gilt leider nicht für alle Figuren, die doch oft zu vorhersehbar und schablonenhaft sind.

Wie immer: Alles mitnehmen, was nicht…

nelly cootalot review
Die Rätsel-Mechanik setzt auf Bewährtes …

Die Rätsel selbst sind eher solide Standardkost und ideal für Spieler, die nur gelegentlich ein Adventure spielen. Nelly kann man also Frustrationsfreiheit attestieren. Bei den beworbenen „komplexen Rätsel auf der Suche nach dem Schatz des siebten Weltmeeres“ würde ich nun aber nicht d’accord gehen.

Erfahrene Abenteurer werden hier mit Nelly ohne große Rückschläge oder Kopf-Zerbrechen durch ihr Abenteuer rätseln, wofür man mindestens 5 Stunden veranschlagen kann – ein guter Umfang.

Technisch kommt Nelly Cootalot auf dem iGerät nicht so ganz auf Touren. Grundlegend läuft es ohne Probleme. Auch die dicken schwarzen Balken kann man noch verzeihen – schließlich wird unten immerhin das Inventar eingeblendet, wenn auch nicht permanent, obwohl Platz gewesen wäre. An manchen Schauplätzen funktionierte aber die Hotspot-Funktion nicht und ich fand manche Sprecher nicht wirklich überzeugend.

Da alle Dialoge vertont wurden, bringt das Adventure mehr als 2GB auf die Waage – hier wäre eine iCloud Funktion für die Savegames schön gewesen. Die Touch-Bedienung in den Szenen ist sehr gut gelöst und funktioniert genauso gut wie mit Maus und Tastatur, nur das Kombinieren von Gegenständen ist teilweise etwas fummelig.

Nelly Cootalot: The Fowl Fleet ist ein schönes Point&Click Adventure im klassischen Stil mit guter deutscher Lokalisierung, viel Humor sowie soliden Rätseln. Und mit kleinen Mankos. Schon allein durch das Piraten-Setting muss man wieder mal mit Monkey Island vergleichen. Mit der jungen Nelly macht man sich auf die Suche nach einem sagenhaften Schatz und trifft viele, teilweise denkwürdige Charaktere. Die Rätsel sind durchweg solide und lassen sich mit etwas Erfahrung leicht lösen – hier kommt man eher vorwärts, als an bösen Kopfnüssen zu kauen. Für den kleinen Preis lohnt sich das Abenteuer vor allem als Mobil-Version.

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!