Review: Miles & Kilo – Gassi mal anders

Jeder Hund muss mal raus. Auch Hundehalter Miles ist zur Gassi-Runde unterwegs, die jedoch wesentlich aufregender als die des Normalbürgers sein dürfte! Bei Miles & Kilo (von Michael Burns) wird dies in einen pixellastigen Autorunner verpackt. Die bekannte Spielmechanik erspart mir Erklärungen: Durch grob gestrickte Pixelwelten geht es von links…

Miles & Kilo

Gesamtwertung

Leser-Wertung: Sei der Erste!
72

Jeder Hund muss mal raus. Auch Hundehalter Miles ist zur Gassi-Runde unterwegs, die jedoch wesentlich aufregender als die des Normalbürgers sein dürfte! Bei Miles & Kilo (von Michael Burns) wird dies in einen pixellastigen Autorunner verpackt.

Die bekannte Spielmechanik erspart mir Erklärungen: Durch grob gestrickte Pixelwelten geht es von links nach rechts. Die linke Bildschirmseite dient als Eingabe zum Springen, die rechte zum Schießen.

Miles and Kilo
Abwechslungsreich – aber sauschwer…

Dennoch gibt es einen recht frischen Mix an Zutaten. Man ist nicht immer im Zweiergespann unterwegs, sondern durchaus auch mal mit Miles alleine. Der rennt nicht nur, sondern ist auch mal auf einem Surfboard unterwegs.

Man sammelt Früchte ein, die man auf Gegner schießen kann – da man nur Platz für fünf Früchte hat, ist Nachfüllen und überlegter Einsatz dringend notwendig. Auch Goldmünzen kann man unterwegs mitnehmen. Wenn Hund Kilo zieht, setzt man zu Supersprüngen an. Und das alles in hoher Geschwindigkeit, so dass man viele Level häufig erst ein paar mal angehen und fast schon auswendig lernen muss.

Doch es ist kein kompletter Autorunner. Zum Ausruhen bleibt man an Vorsprüngen stehen, bis man diese überspringt, zerstört oder drunter durch rutscht. Doch allzuviel Zeit sollte man sich aber nicht lassen, denn am Ende gibt es eine Wertung, in die auch die Zeit einfließt.

Die Spielwelten sind allesamt sehr kurz. Das ist auch bitter nötig, da Miles & Kilo knackig schwer und nur für versierte Spieler mit hoher Frust-Resistenz ist. Es baut hohen Druck mit seiner Geschwindigkeit auf. Wer sein iGerät gern vor Wut in die Ecke pfeffern würde, sollte von diesem Spiel die Finger lassen.

Am Ende hat die kurzweilige Abwechslung Miles & Kilo gerettet. Ich hab es oft nur kurz gespielt, da es mir schnell zu schwer war. Dennoch haben es mich die guten Spielideen immer wieder für einen Versuch starten lassen. Das Retro-Paket aus Pixelgrafik und Sound ist immerhin charmant, aber nichts besonders. Wer mit Frustration umgehen kann und auf Plattformer mit 90s Charme steht, wird hier glücklich werden.

Miles & Kilo
Entwickler: Michael Burns
Preis: 3,49 €

Über Tobi

Maximum Geekness. Alles fing mit dem Atari 2600 an, dann ein Atari 800XE mit Datasette, dann ein 486er mit 25Mhz und 80MB Festplatte. Und heute? Zocken! Am liebsten immer und überall. Und sonst? Alles mit Knöpfen, einem Display und bei dem man etwas einstellen kann ist interessant!