Call of Duty: Global Operations – Militärbasis für die Hosentasche

Call of Duty: Global Operations ist im Gegensatz zur Hauptserie kein Shooter, sondern ein flaches Strategiespiel mit Basenbau.

Clash of Clans mit Atombomben

Das grundlegende Konzept hinter Call of Duty: Global Operations ist nicht neu und orientiert sich an Clash of Clans. Im Wesentlichen zieht ihr eure eigene Militärbasis hoch, bildet verschiedene Einheiten aus und schickt diese dann auf Streifzüge. Es dreht sich also alles um Ressourcengewinnung.

Eine Basis und ihre Rohstoffe

Über ein zweckmäßiges Tutorial lernt ihr bereits sehr schnell, was ihr wissen müsst. Der Einführung gelingt dabei der Balanceakt zwischen „nicht zu viel Infos für Einsteiger“ und „nicht zu nervig für Genreveteranen“.

Es geht darum, Dominanz auf der Karte auszuüben, damit ihr letzten Endes mit Atomwaffen über die Welt herrschen könnt. Dafür braucht ihr Ressourcen, die ihr entweder in eurer Basis abbaut oder auch auf der Weltkarte findet. Diese gefundenen Ressourcen können von euren Truppen eingesammelt und zurück zur Basis gebracht werden.

Bekannte Gesichter mit dabei

Für eure Basis könnt ihr verschiedene Commander freischalten, bei denen es sich immer wieder um bekannte Gesichter aus der „Call of Duty“-Franchise handelt. Falls euch das zu lange dauert, lassen sich die Helden im spielinternen Shop auch mit Echtgeld erwerben. Produktions- und Zeitbooster können ebenfalls mit einer Premiumwährung, welche es wiederum gegen Echtgeld gibt, gekauft werden.

Trailer fürs „Call of Duty“-Mobilegame.

Kampf gegen Terroristen und Spielerallianzen

Natürlich ist die Welt nicht nur mit den Basen anderer Spieler bevölkert, sondern auch mit feindlichen NPCs. Diese Terroristen dürft ihr bekämpfen und so eure Truppen weiter aufleveln. Außerdem führen Terroristen meist kleinere Mengen an Rohstoffen bei sich.

Verwandelt die gesamte Karte in einen riesigen Kriegsschauplatz.

Sobald euch die Jagd nach Rohstoffen und Terroristen zu langweilen beginnt, solltet ihr die Basen anderer Spieler angreifen oder auch Allianzen mit anderen Spielern eingehen. Ihr könnt Schlachten mit Dutzenden anderen Kommandanten führen und die gesamte Karte in einen riesigen Kriegsschauplatz zwischen verschiedenen Allianzen verwandeln.

Es spielt sich nahezu von selbst

So spannend sich das anhört, so wenig ist es leider am Ende. Die „Call of Duty“-App spielt sich nahezu von selbst. Ihr müsst auf eurem Bildschirm lediglich die farblich hervorgehobenen Hotspots auswählen, dann wird euch sofort gezeigt, was ihr als Nächstes anwählen müsst um weiterzukommen. Das ganze System ist dazu noch übermäßig in Questreihen und tägliche Aufgaben eingebettet, die aber im Großen und Ganzen darin bestehen, eine bestimmte Art von Ressource zu sammeln, um sich anschließend als Belohnung Erfahrungspunkte und wieder andere Ressourcen zu sichern. Die eigentlichen Kämpfe laufen wenig spektakulär ab und dienen eher als Mittel zur Ressourcenbeschaffung denn als zentrales Spielelement.

Ein Fan von CoD und von kostenlos spielbaren Aufbauspielen gleichermaßen kann Call of Duty: Global Operations schon einen gewissen Spaßfaktor abringen. Das ist eine ziemlich kleine Zielgruppe. Shooterfreunde dürften bei dem Wechsel zum Aufbauspiel mit Wartezeit schnell die Nase rümpfen und als Kenner des Strategiegenres wünscht man sich mehr Tiefgang, Abwechslung und Komplexität.