Über das Offroad-Spiel 4×4 Jam HD bin ich aus mehreren Gründen froh: Zum einen gibt es endlich mal wieder ein gut aussehendes Rennspiel im AppStore, nachdem EA mit Real Racing 3 einen Kahlschlag verursacht hatten. Zweitens kommt das Spiel von Invictus, ein wirklich fähigen Rennspiel-Entwickler, der damit nach Daytona Rush zum Premium-Modell zurückkehrt. Wollen wir hoffen, dass es sich für ihn lohnt! Ich bin jedenfalls mal hinters Steuer der Offroad-Boliden geklettert.

Falls es noch einer von euch kennt: Schon 2001 war ich dem PC-Spiel 1nsane des Entwicklers verfallen und 4×4 Jam ist im Prinzip die iOS Version davon. Allerdings muss man sich hier deutlich mehr einschränken: Größte Kritik, die man an 4×4 Jam HD äußern kann, ist der der relativ kleine Umfang. Nur vier Umgebungen und sechs Wagen wurden dem mobilen Offroad-Racer spendiert. Allerdings schaffen es Invictus recht gut, durch die fünf verschiedenen Renn-Modi die Karriere doch einigermaßen spannend zu gestalten.

Die Karriere umfasst insgesamt 50 Rennen, in denen ihr die vier Wagen mit jeweils vier Lackierungen freigeschaltet werden. Gern hätte ich hier noch kleine Tuning-Optionen oder Fahrwerks-Presets gesehen. Immerhin ist die Fahrphysik nicht schlecht, es kommt sogar etwas Offroad-Feeling auf. Auch die Lenkung lässt sich präzise unter den Fingern bewerkstelligen, außerdem gibt es viele bequeme Alternativen wie Auto-Gas oder den Neigungssensor. Nur leider keinen Support für iOS Mfi Controller. Schnüff.

Jam 4x4 HD OffroadEs sind zwar ‘nur’ vier Umgebungen, die sind aber recht groß geraten und man muss erwähnen, dass Invictus die Strecken dort immer wieder anders gelegt haben – also hat man im Prinzip 50 recht unterschiedliche Strecken in 4 Umgebungen. Dazu kommt, dass die Umgebungen geloopt werden und sie somit unendlich erscheinen: Fährt man links aus der Map erscheint man nahtlos rechts ohne es zu merken – genau wie bei 1nsane.

Die Spielmodi umfassen klassische Rennen mit abgesteckten Strecken und Checkpoints. Aber auch freie Rennen gibt es: Beim Collector-Modus muss man eine bestimmte Anzahl Geocaches einsammeln, wobei die Reihenfolge egal ist und man dabei schnell allein vor sich hin fährt. Im Gegensatz zum Jam-Modus, bei dem alle einen zufällig platzierten Checkpoint ansteuern müssen. Im Knockout-Modus geht es schnellstmöglich zu einem Checkpoint, wobei der Gruppenletzte rausfliegt. Bei den Rennen mit den ganzen Gegnern wäre ein Multiplayer-Modus wünschenswert!

Wenn oben schon der Vergleich mit 1nsane herhalten musste, dann bitte auch bei der Grafik. Und die sieht auf dem iGerät einfach nur schick aus. Die vier Umgebungen sind abwechslungsreich inszeniert und laufen flüssig über den Touchscreen. Es gibt wundervolle Sonnenuntergänge mit God Rays (der deutsche Name ist doch tatsächlich Strahlenbüschel, bääh!) oder sandige Stürme in der Wüste. Eine Augenweide. Wer ein neueres iGerät besitzt, wird sich über den Metal-Support freuen. Also grafisch gesehen, die Musik wurde zwar auch von echten Bands beigesteuert – die lassen sich aber eher dem Rock zuordnen.

Endlich mal wieder ein schönes Rennspiel! Wer nicht gerade ein feste Strecke vor dem Lenkrad braucht, ist bei 4×4 Jam HD bestens aufgehoben. Die Umgebungen sehen wunderbar aus und laufen flüssig über den Bildschirm. Die verschiedenen Rennmodi machen wieder einmal Laune, zumal man sich meist selbst die Wege suchen kann. Ansonsten passt das Paket aus Grafik, Steuerung und Soundkulisse! Wer sich mit dem geringen Umfang anfreunden kann, braucht für den kleinen Preis nicht lange überlegen!

[appbox appstore 972048788]
+ tolle Grafik / Effekte
+ läuft flüssig
+ fünf Renn-Modi
+ offene (unendliche) Spielwelt
+ präzise Steuerung
+ viele Steuerungsalternativen
+ Außen/Innen/Helikopter-Perspektive
+ guter Motorsound / Soundtracks
+ keine InAppKäufe
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– kein iOS Controller
– kein Multiplayer
– englisch
– keine iCloud Savegames