[Und nach Carsten noch ein herzliches Willkommen hier für Andreas, der hiermit sein Debüt als neuer Autor in der AppGemeinde gibt!] Als Päckchen-Lieferant hat man wahrlich kein einfaches Leben. Zeitdruck, Stress, lange Strecken - und wenn dann auch noch ein körperloser Alienkopf das Raumschiff zerdeppert, ist der sensible Zeitplan komplett hinüber. Ein zugegeben hanebüchener Einstieg, doch genau so sieht das Intro von Butterscotch Shenanigans' Crashlands aus. Ausgestattet mit drei äußerst wichtigen Paketen werden wir, namentlich Flux, bei der interplanetaren Zustellung von einem körperlosen Unbekannten besucht, der alsdann auf der Suche nach einem speziellen Ersatzteil unser Raumschiff auseinander zupft und uns…

Crashlands (iOS)

Gesamtwertung

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[Und nach Carsten noch ein herzliches Willkommen hier für Andreas, der hiermit sein Debüt als neuer Autor in der AppGemeinde gibt!] Als Päckchen-Lieferant hat man wahrlich kein einfaches Leben. Zeitdruck, Stress, lange Strecken – und wenn dann auch noch ein körperloser Alienkopf das Raumschiff zerdeppert, ist der sensible Zeitplan komplett hinüber. Ein zugegeben hanebüchener Einstieg, doch genau so sieht das Intro von Butterscotch Shenanigans‘ Crashlands aus.

Ausgestattet mit drei äußerst wichtigen Paketen werden wir, namentlich Flux, bei der interplanetaren Zustellung von einem körperlosen Unbekannten besucht, der alsdann auf der Suche nach einem speziellen Ersatzteil unser Raumschiff auseinander zupft und uns unsanft auf den nächsten Planeten schickt. Als pflichtbewusster Postbote ist das Ziel klar: Eine pünktliche Paketzustellung muss gewährleistet werden! Ohne Ressourcen und Besitztümer ist das alles jedoch ein schwieriges Unterfangen.

In einem fabulösen lila Spaceanzug und mit unserem Roboter-Sidekick Juicebox bewaffnet geht es auf Tuchfühlung mit einem uns gänzlich unbekannten Planeten. Hier gilt es nun fleißig Ressourcen zu sammeln, Werkzeuge und Objekte zu craften, eine Basis zu bauen und, in letzter Konsequenz, einen Weg runter von dem Planeten zu finden. Wer „Don’t Starve“ kennt, dem wird das grobe Spielprinzip Crashlands‘ direkt bekannt vorkommen. Aus isometrischer Perspektive reißen wir wie wild Büsche und Sträucher nieder, bauen uns die erste Säge, sammeln was das Zeug hält und craften immer mehr Objekte, die uns wiederum ein Stückchen näher an unser Ziel bringen sollen.

Crashlands iOS ReviewÜber 500 Objekte können insgesamt erstellt werden, vom Haushaltsgegenstand, über Waffen bis hin zu Werkbänken. Gemeinsamkeiten zu prominenteren Genre-Konkurrenten hören dann aber auch schon auf. Während das Ziel in „Don’t Starve“ eindeutig darauf beruht, nicht das Zeitliche zu segnen, so legt Crashlands das Hauptaugenmerk auf Exploration der bunten und abgedrehten Space-Welt.

Von der ersten Minute an beweist das Action-RPG von Butterscotch Shenanigans, dass es seinen Ursprung auf der mobilen Plattform fand und mit dem Smartphone im Hinterkopf sorgfältig erschaffen wurde. Wo andere Titel sich im Micro-Management des Inventars verlieren, schafft Crashlands dieses einfach ab. Wir verfügen über ein endloses Inventar, das sich komplett selbst verwaltet. In der Praxis bedeutet dies, das wir uns selbst in hektischen Situationen nicht damit herumschlagen müssen, das richtige Werkzeug oder die richtige Waffe auszuwählen. Flux wählt diese situationsbedingt und richtig aus. Dabei schränkt uns das Spiel zu keinem Zeitpunkt ein und ermöglicht uns die Welt im eigenen Tempo und auf eigene Weise zu entdecken.

Crashlands ReviewVorangetrieben werden wir dabei nicht nur von der Neugier immer neue Objekte zu entdecken, sondern von einem Quest-System, dass die Story voran treibt. Wir treffen immer wieder auf friedliche Wesen von einer der vier vertretenen Rassen, die allerhand Probleme und Aufgaben mit uns teilen und im Gegenzug immer neue Blaupausen, Ressourcen und Objekte bereit stellen. Währen die Dialoge dabei immer kurz und lustig sind, fallen die eigentlichen Quests relativ uninspiriert aus. In der Regel müssen wir bestimmte Monster lokalisieren und erledigen, Objekte beschaffen oder wiederum mehr Monster niederstrecken. Dabei werden uns gelegentlich auch Quest-Marker auf unserer Karte angezeigt, meist müssen wir uns jedoch selbst zurecht finden. Das schafft zwar Anreize für ein weiteres Erkunden der Spielwelt, kann für manche Spieler jedoch auch als frustrierend empfunden werden. Wenn wir zum Beispiel dazu angehalten werden ein spezifisches Monster zu töten, dass sich irgendwo in einem Bereich befindet der fast ein Drittel der bekannten Karte bedeckt, dann kann sich das schnell zu einer ausufernden Aufgabe entwickeln.

Unabhängig davon halten die Quests aber vor allem wegen dem abgedrehten Humor und durch das Entdecken neuer Dinge bei der Stange. Hunderte von Quests versprechen die Entwickler, nach einigen Stunden Spielzeit lässt sich dies nur bestätigen. Wenn es eines in Crashlands reichlich gibt, dann Quests und Monster.

Während wir uns in dieser unbekannten Welt zwar nicht um Nahrung, Psyche oder ähnliche Attribute von Flux kümmern müssen, so sind es die unzähligen Monster, die für uns eine immerwährende Gefahr darstellen. Von fliegenden Tentakelköpfen bis hin zu etwas, das wir nur als stampfende Rhinozeros-Hunde beschreiben können, macht uns alles in dieser Welt das Leben schwer. Selbst kleine Gegner teilen bereits schweren Schaden aus und können selbst nach einigen Stunden Spielzeit noch eine Gefahr darstellen, wenn wir nicht Acht geben.

Crashlands gibt uns für die Interaktion mit der einheimischen Fauna ein simples Kampfsystem an die Hand. Einfaches tippen lässt uns mit unserer ausgerüsteten Waffe angreifen. Das war es auch schon. Viel wichtiger als die Offensive ist jedoch das Vermeiden gegnerischer Attacken. Durch rote Marker werden uns Ausmaß und Bereich der Angriffe angezeigt, um entsprechenden Schaden zu vermeiden und gezielte Gegenangriffe zu starten. Das ist zwar nicht unglaublich komplex, ab drei angreifenden Gegner jedoch durchaus eine kleine Mammutaufgabe. Um dabei überhaupt dauerhaft eine Chance im direkten Kräftemessen zu haben, ist es essentiell, immer neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände zu craften.

Crashlands hat zwar diverse Anleihen eines RPGs, jedoch können wir Flux nicht aufleveln. Eine statistische Aufbesserung ist nur durch Waffen und Rüstungen möglich. Mit jeder entdeckten Werkbank werden diese besser und stärker und wir somit besser gerüstet im Kampf gegen jedwede Widersacher. Es lohnt sich zudem, Waffen mehrmals zu craften, da im Prozess zufällig sowohl normale als auch legendäre Waffen entstehen können. Wer sich dann immer noch unterlegen fühlt, der kann jedes Wesen in Crashlands auch als Haustier und Kampfkumpanen halten – und als eierlegende Wollmilchsau (klingt komisch, ist aber so).

Crashlands bietet eine unglaubliche Menge an Inhalten, die für ein Mobile Game schwer zu überbieten ist. Zwar gibt es bei Quests und Kampfsystem nicht viel Abwechslung, der Humor, das Craftingsytem und die schier unendlich große Welt täuschen aber grandios darüber hinweg. Hinzu kommt, dass Crashlands in der Ausführung ein perfektes Spiel für Smartphones ist. Spielstände werden in jeder Situation gespeichert wenn das Spiel beendet wird, somit lassen sich auch unterwegs kurze Spielsessions problemlos einfügen und später fortführen. Wer zudem über die PC-Version verfügt, kann seine Spielstände dank Butterscotch ID zwischen Handy/Tablet und dem PC synchron halten und jederzeit wechseln. Für derzeit 4,99€ ist es sicherlich nicht nur für Fans des Genres eine Investition wert.

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