Dirac ist das neue Spiel vom schwedischen Entwicklerteam Mediocre, die übrigens mit ihrem Namen ganz schön tiefstapeln, betrachtet man die vorherigen Spiele der umtriebigen Jungs im AppStore, sind sie mehr als "mittelmäßig". Und weil wir gerade bei Namen sind - der Spielname Dirac spielt auf Atomphysiker Paul Dirac an, der die Grundlagen für Einsteins Theorien gelegt hat. Ihr habt es schon geahnt... Und so dreht sich auch das kleine Spiel um ein Atom, das verschiedenfarbige Protonen verschießt, die ihr unter Kontrolle bekommen müsst. Die Spielidee ist so einfach wie interessant: In der Bildschirm-Mitte befindet sich ein Molekül, dass immer wieder blaue…

Dirac

Spielidee
Soundtrack
Steuerung
Abwechslung

Gesamtwertung

User Rating: Be the first one !

Dirac ist das neue Spiel vom schwedischen Entwicklerteam Mediocre, die übrigens mit ihrem Namen ganz schön tiefstapeln, betrachtet man die vorherigen Spiele der umtriebigen Jungs im AppStore, sind sie mehr als „mittelmäßig“. Und weil wir gerade bei Namen sind – der Spielname Dirac spielt auf Atomphysiker Paul Dirac an, der die Grundlagen für Einsteins Theorien gelegt hat. Ihr habt es schon geahnt… Und so dreht sich auch das kleine Spiel um ein Atom, das verschiedenfarbige Protonen verschießt, die ihr unter Kontrolle bekommen müsst.

Die Spielidee ist so einfach wie interessant: In der Bildschirm-Mitte befindet sich ein Molekül, dass immer wieder blaue und rote Protonen aussendet und dabei schwindet. Die Protonen muss man deswegen mit dem Finger verbinden und einsammeln. Hat man mindestens zwei davon kombiniert, gehen sie eine Verbindung ein und verschwinden. Interessant wird es, wenn man mit den Moleküle eine Art Kreis verbindet, denn dann werden alle darin „umkreisten“ Protonen auch gleich mir einsammelt und zur umkreisenden Farbe verwandelt. Die eingesammelten Protonen werden einem Zähler gutgeschrieben, der sie ab und an dem Molekül in der Mitte wieder zuführt. Ein Spiel auf Zeit.

Dirac Review

Im Idealfall umkreist man viele Protonen…

Es gibt natürlich Schwierigkeiten, denn blaue und rote Protonen heben sich auf. Man darf also mit einer blaue Verbindunglinie nicht an rote Protonen kommen – und umgekehrt. Hat man erfolgreich Protonen verschwinden lassen, lädt sich eine Anzeige auf und es kommt ein Punkt-Multiplikator ins Spiel, den man nur aktivieren kann, indem man ihn umkreist. Kommt man allerdings nicht hinterher und lässt Protonen ungenutzt davonfliegen, verkleinert dies das Molekül. Ist es aufgebraucht, endet das Spiel.

Dirac Review

Jetzt werden schnelle Finger gebraucht!

Das Spiel hat für euch fünf Schwierigkeitsgrade parat, auf die man von Anfang an Zugriff hat. Man kann sie aber eher als unterschiedlich schwere Level sehen, denn sie haben alle eine andere Variation parat: Bei Novicium sammelt man lediglich rote Protonen, während man bei Medianium schon rote und blaue Protonen braucht, damit das Molekül wächst. Bei Extremium bekommt man störende Mini-Moleküle dazu, die man lieber in Ruhe lässt, denn sonst unterbrechen sie häufig die Verbindungen. Bei Beyondium kommt eine dritte Sorte, weiße Protonen, dazu. Und bei Absurdium wird dies alles noch kombiniert.

Trotz ihrer Namen bleiben die Level stets fair. Auch die Geschwindigkeit der Protonen erhöht sich nicht, es kommen lediglich mehr Aufgaben hinzu. Alles andere wäre auch langweilig. Auf Grund der durchgängigen Geschwindigkeit ist sogar taktisches Spielen möglich. Ein Durchgang kann so an die 5 bis 7 Minuten gehen und ist unterhaltsam bis fordernd. Nach jedem Level gibt es eine Wertung und man steigt im Level. Ein Vergleich mit Freunden ist über das GameCenter möglich, hier hätte der Wettbewerb aber noch präsenter integriert werden können.

Grandios finde ich die Aufmachung: Zum einen spielt man auf einer Art Steampunk-Machine mit einem gewölbten Bildschirm, die natürlich auch auf die Zeit von Paul Dirac anspielt. Dazu gibt es ganz ganz großartige Elektro-Musik von Douglas Homquist (hier der iTunes und Bandcamp Link!) zu hören – der schon für den grandiosen Soundtrack bei Smash Hit verantwortlich war. Richtig gut: Das Molekül bewegt sich im Takt der Musik und jedes Level hat einen eigenes komponierten Song.

Dirac ist ein kleines und interessantes Geschicklichkeits-Spiel, das mich trotz der abstrakten Aufmachung längere Zeit an den Bildschirm fesseln konnte. Vor allem die liebevolle Präsentation mit dem grandiosen Elektro-Soundtrack begeistert – Auge & Ohr spielen ja mit. Auch wenn es vielleicht physikalisch nicht ganz einwandfrei ist, macht es Laune – und darauf kommt es unterm Strich an. Ein Spiel, dass ebenso zurückhaltend ist, wie es Paul Dirac wohl war – nur das man sich wohl nicht so lang daran erinnern wird. Ein Spiel ohne InAppKäufe. Ein Spiel, dass man guten Gewissens jenen empfehlen kann, die auf der Suche nach Herausforderung für ihre geschickten Finger sind.

[appbox appstore 911407572][appbox googleplay com.mediocre.dirac]
+ grandioser Elektro-Soundtrack
+ schöne Spielidee
+ präzise Touch-Steuerung
+ passende Aufmachung
+ wird nicht schneller
+ keine InAppKäufe
+ deutsch
+ wenig Speicherbedarf
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– wenig Abwechslung