Endlich mal ein abwechslungsreicher Flipper, möchte ich euch entgegenrufen... INKS. kommt von den Lumino City-Machern State of Play und vereint Pinball-Gameplay mit wilden Farbkleckereien. Hier werden die Flippertische zur Leinwand umfunktioniert und damit es nicht langweilig wird, sieht nicht nur jeder Spielversuch anders aus, sondern es gibt auch an die 200 verschiedene Tische. Prinzipiell ist es ein klassischer Flipper, bei dem auf einem 2D-Tisch einen Ball bugsiert und mit zwei Flipper-Armen daran hindert, in das Loch unten zu fallen. Das war es aber dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Statt Punkte zu machen, müsst ihr bei INKS mit dem Ball…

INKS.

Spielidee
Umfang
Technische Umsetzung

Gesamtwertung

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Endlich mal ein abwechslungsreicher Flipper, möchte ich euch entgegenrufen… INKS. kommt von den Lumino City-Machern State of Play und vereint Pinball-Gameplay mit wilden Farbkleckereien. Hier werden die Flippertische zur Leinwand umfunktioniert und damit es nicht langweilig wird, sieht nicht nur jeder Spielversuch anders aus, sondern es gibt auch an die 200 verschiedene Tische.

Prinzipiell ist es ein klassischer Flipper, bei dem auf einem 2D-Tisch einen Ball bugsiert und mit zwei Flipper-Armen daran hindert, in das Loch unten zu fallen. Das war es aber dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Statt Punkte zu machen, müsst ihr bei INKS mit dem Ball farbige Felder berühren, die daraufhin platzen und sich mischen. Der Ball bekommt bei der Aktion auch gleich noch Farbe ab und hinterlässt Spuren. Probiert man etwas länger, kann man herrlich abstrakte Muster auf die Tische malen.

INKS Review

Und das wird…? Abstrakte Aktionskunst.

Die Optik ist auch eins der wesentlichen Merkmale von INKS. Aber auch eins der leidlichen Themen. Die Präsentation und Aufmachung finde ich wirklich schick – aber das ist man ja von State of Play Games nicht anders gewöhnt. Leider haben selbst neue iGeräte ganz schön zu kämpfen, wenn die Farb-Bomben platzen. Hier ruckelt es kurz, aber merklich – das nervt. Nach dem letzten Update 1.01 ist es schon spürbar besser geworden, auf einem iPhone 6 oder iPad Air 2 merkt man es kaum noch. Aber auf einem iPad 2 will ich es nicht spielen… Das iPad selbst wird sehr heiß und der Akku schnell leer, hier sollte der Entwickler nochmal ran. Falls ihr also ein älteres Gerät habt, dann wartet vielleicht noch mit dem Kauf und schaut in den Update-Beschreibungen nach, wenn sich dafür etwas getan hat…

Die Steuerung ist recht einfach und meist intuitiv: Der Ball wird aus der Mitte des Tisches heraus geschossen und man kann wählen, ob er nach links oder rechts starten soll. Ansonsten steuert man mit der linken und rechten Bildschirm-Hälfte den jeweiligen Flipper-Arm. Das funktioniert meist präzise, auch wenn die Ball-Physik für echte Pinball-Freaks sicher nicht befriedigend und zu wenig realistisch sein mag. Für mich langt es, hier steht der arcademäßige Spielspaß im Vordergrund.

INKS Review

Eine Kugel mit Laser-Zielvorrichtung

Die große Stärke von INKS ist nämlich seine Abwechslung. Die Farbbomben eines Tisches hat man meist recht schnell ausgelöst und ab geht es zur nächsten Aufgabe. Ein realistischer Flipper-Tisch hat mit seinen Elementen auch seinen Reiz, aber meine Motivation flaut dann immer recht schnell ab. Daher ist INKS ein konsequentes Pinball-Spiel für die mobile Plattform, da man ein Level immer mal kurz als Pausenfüller starten kann.

Für jedes Level gibt es übrigens noch eine Wertung, die sich aus den benötigten Flipper-Arm-Bewegungen berechnet. Möglichst wenige Bewegungen ergibt eine Bestwertung, der jeweilige Wert wird angezeigt. Manche Level muss man mit nur 1 oder 2 Flipper-Kicks abschließen. Wird ein Level zu schwer, kann man auch auf zwei PowerUps zurückgreifen und sozusagen cheaten. Einmal lässt sich das Loch unterhalb der Flipper-Arme verstopfen, so dass die Kugel nicht verloren geht. Das andere PowerUp verlangsamt die Zeit, wenn die Kugel auf den Flipper-Armen ist. Dazu wird noch eine Ziel-Linie eingeblendet, so dass man hier ohne Probleme millimetergenau zielen kann.

Die PowerUps muss man für eine Spielwährung kaufen, da sie immer nur ein Level lang halten. Nach ein paar Probier-PowerUps ist die Spielwährung alle, neue gibt es nur gegen echtes Geld. Die InAppKäufe sind meines Erachtens recht teuer, aber zum Glück sind die PowerUps nicht nötig. Man schafft alle Level auch ohne PowerUps, da man immer eine Goldmedaille gewinnen kann, wenn man es schafft mit einer Kugel zu beenden – egal wie lange man sich Zeit lässt. Das Balancing ist also fair.

[Update 1.2] Mit dem aktuellen Update wurde das Währungssystem überarbeitet – nun kann man mit dem erfolgreichen Abschluß eines Levels auch Geld verdienen, womit man sich neue PowerUps leisten kann. Macht Sinn und gibt noch mal einen halben Stern drauf! Außerdem läuft es nun endlich vernünftig, wenn man die Farbstellen trifft.

INKS. ist ein poliertes Flipper-Spiel, das mit der Farbkleckserei eine schöne Spielidee in das ausgelotete Genre bringt. Damit es nicht langweilig wird, gibt es viele kurzweilige Tische, für die man immer erst einmal die beste Strategie herausfinden und dann mit Geschick und gutem Timing umsetzen muss. Doch das macht Spaß, denn man kommt gut vorwärts und bleibt motiviert, seine Wertungen zu verbessern. Echten Flipper-Freaks wird die Physik nicht genügen, Gelegenheitsspieler werden mit INKS jedoch ihre helle bunte Freude haben. Kann man kaufen, vor allem bei dem kleinen Preis!

[appbox appstore 1081847121]
+ hübsche Farbklecks-Optik
+ gute Steuerung
+ Abwechslung durch 200 Level
+ frische Ideen-Mix
+ polierte Aufmachung
+ strategisches Flipper-Spiel
+ zwei PowerUps als Cheat
+ InAppKäufe nicht nötig, jedoch…
+ iCloud Savegames
+ GameCenter-Anbindung
+ Universal-App
– ruckelt leicht
– teilweise komische Ball-Physik
– verbraucht viel Akku
– … Spielwährung teuer