Mitten im Nirgendwo, in der Weltraum-Kolonie "Land's End". Die Gärtnerin Rose versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen, als plötzlich alle Roboter durchdrehen und sich gegen die Menschen richten. Zudem steigt Rauch über dem nahe gelegenen Gefängnis des staubigen Eilands auf und Plünderer ziehen brandschatzend durch die Straßen. Wer möchte da nicht sofort an einen sicheren Ort fliehen? In der ersten von vier geplanten Episoden des Puzzle - RPG Ticket To Earth von Robot Circus muss man sich gezwungener Maßen der Bedrohung stellen. Schließlich ist Land's End mit seinen Einwohnern zur eigenen Heimat geworden, die man nicht so einfach…

Ticket to Earth

Gesamtwertung

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Mitten im Nirgendwo, in der Weltraum-Kolonie „Land’s End“. Die Gärtnerin Rose versucht das Beste aus ihrem Leben zu machen, als plötzlich alle Roboter durchdrehen und sich gegen die Menschen richten. Zudem steigt Rauch über dem nahe gelegenen Gefängnis des staubigen Eilands auf und Plünderer ziehen brandschatzend durch die Straßen. Wer möchte da nicht sofort an einen sicheren Ort fliehen?

In der ersten von vier geplanten Episoden des Puzzle – RPG Ticket To Earth von Robot Circus muss man sich gezwungener Maßen der Bedrohung stellen. Schließlich ist Land’s End mit seinen Einwohnern zur eigenen Heimat geworden, die man nicht so einfach aufgeben möchte.

Das etwas andere Rollenspiel

Das besondere an Ticket To Earth ist die Tatsache, dass das für ein Rollenspiel typische Kampfsystem in ein Tile-Match-Puzzle eingebettet ist. Quasi die RPG-Version von Candy Crush und Co. Wem der Free-To-Play Titel Saber’s Edge etwas sagt, dürfte schon eine ungefähre Ahnung davon haben, wie die Kämpfe in Ticket To Earth funktionieren.

Die Kampfarenen sind in mehrere, verschiedenfarbig gekennzeichnete Quadrate aufgeteilt. Wie die Gegner auch, bewegt man sich mit seiner Figur über gleichfarbige, aneinander hängende Felder und lädt dadurch Angriffskraft sowie verschiedene Spezialfähigkeiten auf. Im richtigen Moment versucht man dann ordentlich auszuteilen und im besten Fall selber keine Treffer zu kassieren.

Altbekannte Aufgaben und andere genretypische Elemente

Die Missionsziele von Ticket To Earth beschränken sich leider meist auf: „Erledige Anzahl X Gegner“ und „Überlebe Anzahl Y Runden“.

Die Kämpfe selbst bieten aber durchaus Abwechslung: Mit einer überschaubare Anzahl verschiedener Gegnertypen, optionalen Herausforderungen und dem zufällig generierten Spielfeld unterscheiden sie sich zwar nicht grundlegend, spielen sich aber auch nie gleich. Eine weitere Variation bringen die vier verschiedenen Charaktere, die im Laufe der Geschichte zur Party stoßen. In der ersten Episode „Uprising“ treten aber erst zwei davon in Erscheinung: Hauptprotagonistin Rose ist eine Schwertkämpferin, mit der man die direkte Konfrontation sucht. Der flinke Pistolenschütze Wolf hingegen sollte besser auf Abstand bleiben und die Gegner aus sicherer Entfernung bearbeiten. Individuelle Fähigkeiten sind da natürlich inklusive.

Abseits der Kämpfe können die eigenen Recken mit Hilfe von gesammelten Skillpunkten verbessert werden. Diese Punkte gibt’s als Belohnung für überstandene Einsätze und durch die Herausforderungen, von denen es in jeder Mission immer drei verschiedene zu meistern gilt.

So soll man beispielsweise einen Kampf mit vollen Lebenspunkten abschließen oder ein anderes mal eine gewisse Anzahl von Gegnern in begrenzter Zeit erledigen. Dazu lassen sich bereits abgeschlossene Missionen beliebig oft wiederholen. Das motiviert und fordert. Der Talentbaum jedes der Protagonisten ist zudem sehr umfangreich und bietet eine große Auswahl an passiven Anpassungsmöglichkeiten. Neben neuen Waffen sollte man außerdem mit gesammeltem Geld weitere aktive Fähigkeiten erwerben. Die Kämpfe erfordern oft Taktik und die richtige Kombination von Skills, von denen jeder Charakter nur vier gleichzeitig verwenden darf. Wer stumpf drauflos kloppen will, der kommt hier nicht weit.

Setting Hui, Story Pfui?

Das futuristische Setting von Ticket To Earth haben die Entwickler stilsicher mit Hilfe von passender Musik, Soundkulisse, sowie im tollen Comic-Look umgesetzt.

Die Geschehnisse rund um die Aufstände in der Kolonie Land’s End werden mit kurzen, teils optionalen Dialogen und kleinen Sequenzen erzählt. Dabei macht man nicht nur Bekanntschaft mit der Organisation der Peacekeeper und bekämpft Roboter oder außerirdische Lebensformen. Eine Verschwörung, die die weiteren  Ereignisse maßgeblich beeinflussen kann, bahnt sich an. Zum weiteren Verlauf der Geschichte lässt sich momentan noch nicht viel sagen, da die restlichen drei Episoden erst im Laufe des Jahres erscheinen werden.

Soviel sei aber angemerkt: Man sollte Ticket To Earth etwas Zeit geben. Das Spiel braucht eine Weile um in Fahrt zu kommen. Leider ist die erste Episoden fast schon wieder vorbei, wenn man so richtig im Spiel drin ist (Spieldauer rund 3 bis 4 Stunden) und eine deutsche Lokalisierung liegt auch noch nicht vor. Es bleibt außerdem abzuwarten, ob es Ticket To Earth mit den nächsten Episoden schafft, dass mir die Figuren richtig ans Herz wachsen. Bis jetzt sind die Charaktere leider noch etwas blass und wirkliche Spannung oder gar emotionale Momente hat mir die Geschichte auch noch nicht geboten. Diese Chance geb ich dem Spiel aber gerne.

Um ein richtiges Urteil über Ticket To Earth zu fällen, ist es vielleicht noch zu früh. Vielleicht wartet man mit dem Kauf noch bis alle vier Episoden des Rollenspiels erschienen sind und genießt es dann an einem Stück. Die Kämpfe des grundsoliden Runden-RPGs machen aufgrund der Puzzle-Elemente schon mal eine Menge Spaß. Und auch das Science Fiction-Setting ist stimmig. Nur konnten mich sowohl die Geschichte als auch die etwas blassen Charaktere in der ziemlich kurzen Spielzeit noch nicht hundertprozentig überzeugen. Aber was nicht ist, kann noch werden. Mein Ersteindruck von Ticket To Earth ist auf jeden Fall gut!

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