Viele von euch sind wohl schon dutzende Male im Keller gewesen. Also jetzt nicht, um das Fahrrad oder den Grill hervorzuholen. Ich meine die düsteren Keller, voll mit Schätzen, aber auch mit grauenhaften Monstern. Mit Treasure Buster von FGD / Pixel Licker solltet ihr euch nun ein weiteres Mal für die dunklen Kerker rüsten!

Die Entwickler versprechen ja eine Mischung aus rogue-like Dungeoncrawler und Pinball, wobei ich bei der letzten Komponente gleich mal widersprechen muss. Also wenn, dann wäre die zusätzliche Zutat wohl eher eine Art Billard!

Treasure Buster iOSMan versucht pro Spiel mit einem von sechs recht unterschiedlichen Helden, möglichst weit durch Dungeons zu kommen. Jeder Dungeon besteht aus mehreren Kammern, die man nacheinander durchstreift. Auf einer Karte kann man sich seinen Weg zum großen Endgegner aber selbst bahnen…

Kurz zur Spielmechanik: Man sieht jeweils einen Raum oder Arena, in der sich Monster befinden. In Angry-Birds-Manier zieht man den Held (jeweils als Kugel im Spiel dargestellt) auf, worauf er in entgegengesetzte Richtung wegschnippst. Getroffene Gegner erleiden Schaden und dropen (jede Menge!) Loot – auch den sammelt man automatisch bei Berührung ein. Das Spiel ist grundlegend rundenbasiert: Nach einem Schuss des Helden, schießen die Gegner eventuell um sich.

Unterwegs stößt man nicht nur auf Gegner, sondern auch auf versteckte Bonus-Kammern. Oder auf einen Händler, bei dem man sein Geld für Extra-Leben und allerlei schicke Boni ausgeben kann.

Treasure Buster iOS

Aber auch bei Treasure Buster gilt das Perma-Death Prinzip: Hat man das letzte Leben ausgehaucht, muss man das Spiel komplett von vorn starten. Die Helden behalten dabei leider keine der erspielten Werte oder Gegenstände. Das nagt zwar etwas an der Motivation, der Level-Aufbau macht es aber dennoch interessant: Ob es ein definiertes Ende gibt?

Ja, das gibt es. Ich habe das Spiel zwar noch nicht wirklich knacken können, die Spielzeit war aber sehr unterhaltsam. Und um bis durch den vierten Dungeon zu kommen, habe ich rund 25 Minuten gebraucht. Ihr merkt, das Spiel ist wirklich fair. Beim Händler kann man Münzen kaufen, mit denen man den Tod besticht oder er fragt, ob er gegen die Hälfte des gesammelten Geldes noch einmal Gnade walten lassen soll.

Merkwürdig: Als ich den vierten Boss-Gegner besiegt hatte, zahlte mir der Tod nur eine Belohnung aus mit der Bemerkung: “Versuche mehr Schätze zu sammeln, um das wahre Ende eines Charakters zu sehen.” Hmmmm. Dazu müsste man also mehr Räume in den Dungeons durchsuchen?

InAppKäufe gibt es jedenfalls keine. Hier bekommt man also für sein Geld eine Menge geboten – inklusive schicker Pixelgrafik und einem abgedrehten Soundtrack!

Auch wenn mich Perma-Death eigentlich nervt: Ich bin begeistert von Treasure Buster. Das gut getroffene Artwork mit dem Chiptune-Soundtrack ergibt ein geiles Retro-Paket, das von einem motivierendem Gameplay unterbaut wird. Auch die Mischung aus Dungeon-Crawler und Kugel-Schnipsen zusammen mit dem Aufleveln der Helden und dem Erkunden der Dungeons macht richtig Laune. (Nicht nur) für Keller-Kinder eine echte Empfehlung!

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