Ich will euch wieder mal eine kleine nützliche App vorstellen, die beim Arbeiten ziemlich hilfreich sein kann und die ich letzter Zeit häufig nutze: Mit Status Board von Panic wird der iPad-Bildschirm zu einer informativen Pinwand, auf der ihr stets eure wichtigsten Inhalte auf einen Blick präsentiert bekommt. Das sind keine Infos über Speicherauslastung oder die letzten Anrufe, sondern Status Board kümmert sich um die Anzeige der Uhrzeit, Kalendereinträge, eine Wettervorschau oder den Twitter-Stream – doch fangen wir vorn an.

In der App lassen sich neun Widgets frei anordnen und mit Quellen nach eigenen Wünschen speisen. Ganz allgemein gibt es erst einmal Basis-Widgets wie verschiedene Uhren oder das aktuelle Wetter mit 4 Tages-Vorhersage. Nützlich ist auch die Kalender-Übersicht mit hervorgehobener Präsentation des nächsten Termins – dafür bedient sich Status Board einfach an den bereits auf dem iPad eingerichteten Accounts.

Übersichtlich ist der RSS Newsfeed Reader, der beliebig viele Streams mit der jeweiligen Headline darstellt. Man kann sich die eigenen Mails anzeigen lassen, dafür muss man aber direkt in der App die Zugangsdaten für die gewünschten Accounts eingeben. Hier wäre die automatische Übernahme von der Mail-App komfortabler, doch da hat Apple wahrscheinlich wieder ein Wort in puncto Sicherheit mitzureden.

Status Board ReviewWenn man sich auf dem iPad bei Twitter angemeldet hat, kann man auch seinen eigenen Stream anzeigen lassen. Recht flexibel einsetzbar sind die Widgets “Graph” und “Table”. Damit kann man JSON, CSV und HTML-Dateien einbinden, die entweder von einem Server abruft oder die in der Dropbox liegen können und sich so eigene Fortschritte, Besucherzahlen oder ähnliches anzeigen lassen. Mit diesen Widgets hat man mit etwas Wille zum Basteln und Coden eine gute Möglichkeit, viele individuelle Infos auf das Board zu bringen – eine ausführliche (englische) Anleitung ist integriert.

In den Einstellungen ordnet man die Widgets frei an passt die Größe an, egal ob im Hochkant- oder Quermodus. Die Optik ist mit der dunkelgrauen Oberfläche sehr schick und zurückhaltend, für viele Widgets gibt es dazu noch verschiedene Einstellungs- und Darstellungsoptionen. Leider gibt es keine Möglichkeit die Schriftgröße auszuwählen.

Und es sollte eine Möglichkeit für andere Entwickler geben, für das Status Board eigene Widgets bereitzustellen. Dann wäre es die eierlegende Wollmilchsau. Wie ich gerade herausgefunden habe, gibt es doch eine solche Möglichkeit: Man installiert Widgets von Drittanbietern, indem man auf eine spezielle Seite geht oder mit dem Do-It-Yourself Widget eine Seite mit dem Befehl custom panicboard://URL aufruft oder auf die Seite StatusBoardPanels.com geht. Auf der gut gepflegten Seite findet man zum Beispiel Widgets für das Tracken von Paketen, das Verfolgen von Kickstarter-Projekten, Statistiken von FitBit Trackern, Auslesen von Twine Sensoren oder Besucherzahlen von Websiten.

Als optionalen InAppKäuf lässt sich für teure 18€ noch ein HD-HDMI-Output zu einem Fernseher oder via Apple TV kaufen – das ist vielleicht für ein Büro oder ein großes Arbeitszimmer interessant. Der Stream über AirPlay geht natürlich auch ohne den InAppKauf. Im Idealfall habt ihr noch ein altes iPad oder ihr legt euch eins günstig (~50€) gebraucht für die App zu – denn Status Board läuft problemlos auch unter iOS5 auf einem iPad 1. Und damit habt ihr einen tollen Zweitbildschirm mit allen Infos und geringem Stromverbrauch. Auch der Einsatz in der Küche oder in anderen Zimmern ist damit für ein schnelles ‘Update’ ein gutes Szenario.

Mit Status Board bekommt man seine wichtigsten digitalen Inhalte und Ströme schnell auf einen Blick aufbereitet. Die App lässt sich intuitiv an die eigenen Vorlieben anpassen, die Widgets haben einen schicken dunklen Look und man hat wirklich die wichtigsten Infos aus dem Internet auf einen Blick. Auf dem Schreibtisch neben dem Monitor oder an arbeitsfremden Orten wie beispielsweise in der Küche für einen Morgen-Check oder in der Werkstatt ist der Einsatz denkbar. Auch wenn man bei dem recht hohen Kauf-Preis zusätzlich noch etwas Bastel-Freude aufbringen muss, kann man sich so die perfekte Schnell-Übersicht zusammenbauen. Und damit ist die App eine klare Empfehlung.

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